Die HR-Trends für 2018

 


Mit den Trends 2018 Mitarbeiter noch erfolgreicher rekrutieren und binden

Themen wie der demographische Wandel oder die schnell voranschreitende Digitalisierung verändern unsere Leben grundlegend. Um weiterhin die bestmöglichen Kandidaten zu rekrutieren und die Loyalität der Mitarbeiter zu steigern, ist es für Personaler essenziell mit diesen Veränderungen zu gehen bzw. sich an diese anzupassen. Mittlerweile ist nicht nur der Kunde König, sondern auch der Bewerber und Mitarbeiter. Denn schon der erste Eindruck zählt ja schließlich auf beiden Seiten und auch der Trend, den Mitarbeitern weit mehr als nur ein angenehmes Arbeitsumfeld zur Verfügung zu stellen, nimmt stark zu. Dies wird vor allem durch aktuelle Themen wie einer stetig älter werdenden Bevölkerung und dem Fachkräftemangel unterstützt. Doch was bedeutet das für die Entwicklung in der Personalstrategie?

Wir stellen beachtenswerte Trends in 2018 vor:

 1. Employer Branding – ein must have

Das Employer Branding ist eine intern wie extern wirksame Positionierung eines Unternehmens als glaubwürdiger und attraktiver Arbeitgeber, die darauf abzielt, die richtigen Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu binden. Die Employer Brand festigt außerdem die Unternehmenskultur, die das Unternehmensimage nachhaltig verbessern soll. Die Notwendigkeit des Employer Branding ergibt sich aus dem hauptsächlich demografisch bedingten Fachkräftemangel und den daraus folgenden War of Talents. Unternehmen müssen nun dringend entsprechende Maßnahmen ergreifen und unter anderem auch durch das Personalmarketing in Social Media die eigene Unternehmensmarke verstärken. Hierzu mehr Informationen unter: „Employee Experience“.

2. Digitalisierung & Automatisierung

Ein allem zu Grunde liegender Trend ist die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung des alltäglichen Lebens und somit auch der Arbeitswelt. Durch diese werden nachfolgende Trends wie Chatbots oder der Einsatz von Social Media-Kanälen für den Rekrutierungsprozess erst ermöglicht. Dabei ist es besonders wichtig darauf zu achten, nicht nur die entsprechenden Produkte zu kaufen, sondern allgemein digital zu werden.


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3. Employee Experience

Der Mitarbeiter selbst und seine Erfahrungen im Job rücken immer mehr in den Fokus. So erwarten Arbeitnehmer ein anspruchsvolles und angenehmes Arbeitsumfeld. Daher beginnen immer mehr Unternehmen damit, Strukturen und Arbeitsplätze neu zu organisieren, um dies zu ermöglichen. Dabei wird die Employee Experience hauptsächlich von drei Faktoren beeinflusst: Unternehmenskultur, Technologie und dem Arbeitsumfeld. Vor allem der Einfluss von Social Media spielt eine immer größer werdende Rolle. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Zunahme der Anzahl geposteter LinkedIn Videos. Diese können vor allem den Rekrutierungsprozess unterstützen, indem sie einen Einblick in den Arbeitsalltag der zu besetzenden Stelle und deren geforderte Aufgaben geben. Diese Methode stellt eine neue Möglichkeit dar, Kandidaten zu überzeugen.

4. Active Sourcing

Personalengpass und technologischer Fortschritt sind die beiden Hauptentwicklungen, die das Active Sourcing vorantreiben. Zum einen werden Unternehmen durch zu wenige Bewerber gezwungen, selbst aktiv auf die Suche zu gehen und zum anderen ermöglichen neue Technologien eine so schnelle und effiziente Informationsbeschaffung wie noch nie. Unterstützt durch Talentsuchmaschinen oder Sourcing-Software mit deren Hilfe das Internet, anhand vorher festgelegter Kriterien, nach potenziellen zukünftigen Mitarbeitern abgesucht wird, stellt dies einen Vorteil für Unternehmen dar, um aktiv nach geeigneten Kandidaten zu suchen.

5. Flexibilität

Die Veränderungen in der Arbeitswelt führen auch zu einer Veränderung in der Arbeitsumgebung. Vor allem der fixe Arbeitsplatz und die tägliche Anwesenheit im Büro verlieren zunehmend an Bedeutung. Um gezielt auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter einzugehen und deren individuelle Vorlieben zu berücksichtigen, spielt es eine immer wichtigere Rolle, dass sich Arbeitgeber auch bei der Wahl des Arbeitsumfelds flexibel zeigen. Der technologische Fortschritt ermöglicht es uns heutzutage von fast überall auf der Welt zu arbeiten. Somit besteht die Möglichkeit, dass der Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz an seine Bedürfnisse, Vorlieben und Wünsche anpasst. Setzt man diesen Trend richtig um, kann die neue Flexibilität zu erhöhter Kreativität, Ausgeglichenheit und Motivation führen.


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6. Anonymisierung

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die wachsende Missbilligung von Diskriminierung jeglicher Art. In vielen Ländern sind Fotos auf dem Lebenslauf nicht gern gesehen, oder sogar ein „No-Go“. Mit dieser Entwicklung kommt auch die Idee eines „Blind-Hiring-Prozess“, der jegliche Kriterien, die zum Ausscheiden aus dem Bewerbungsprozess wegen Diskriminierung führen könnten, ausschließt. Darunter zählen zum Beispiel Alter, Aussehen, Religion, etc. Das erste Screening der Bewerber erfolgt allein auf Fähigkeiten und Kenntnissen, die der Kandidat vorweisen kann und soll somit eine Voreingenommenheit gegenüber Talenten verhindern.


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 7. Künstliche Intelligenz (Chatbots, Big Data,…)

Chatbots: Der Begriff ist für viele noch immer erklärungsbedürftig. Ein Chatbot ist laut offizieller Definition ein textbasiertes Dialogsystem mit Ein- und Ausgabemasken, über die er in natürlicher Sprache kommuniziert und somit einen realen Ansprechpartner simuliert. Die Erwartung an die Reaktionsgeschwindigkeit von Marken und Unternehmen wurde, durch die beinahe ständige Verfügbarkeit des Internets, drastisch erhöht. Auf Karriereseiten beantworten sie Interessenten zum Beispiel automatisiert Fragen über offene Stellen, Karrieremöglichkeiten oder über das Unternehmen.

Big Data: Ist eine sehr große Menge an Daten, die aus verschiedenen Bereichen zusammengetragen werden, z.B. aus dem Internet, sozialen Medien, etc. Kombiniert mit künstlicher Intelligenz, die das sammeln und aufarbeiten der Daten effizient gestaltet, wird dieses Vorgehen zu einem Wettbewerbsvorteil und somit auch zu einem nennenswerten Trend. Mittlerweile gibt es im HR-Bereich eine Vielzahl an Software-Lösungen, die eine Verknüpfung zwischen Big Data und künstlicher Intelligenz herstellen und somit beispielsweise den Einsatz im Bereich des Active Sourcing ermöglichen.

Fazit:

Die wohl wichtigste Aufgabe für Personaler wird sein sich mehr mit den Wünschen, Bedürfnissen und Fähigkeiten der Mitarbeiter vertraut zu machen, um diesen ein geeignetes Arbeitsumfeld bieten zu können.


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Autor: Anna Becker
Anna Becker ist Treiber der Innovation im HR Bereich von BONAGO – seit ihrem Einstieg ist sie dafür bekannt, die neuesten Entwicklungen im Personalbereich vorzustellen und zu etablieren. Mittlerweile gilt sie als Expertin für Mitarbeiterbindung, Mitarbeiterbelohnung und Social Recognition. Anna Beckers favorisierte Maßnahme zur Mitarbeiterbindung ist die MitarbeiterCARD, weshalb sie ihre neuen Erkenntnisse und Ideen zur Verbesserung stets an die Kollegen weitergibt. Ihr Wissen verbreitet sie nicht nur auf dem BONAGO-Blog, Events wie die Zukunft Personal und Business Netzwerke sind ihre zweite Heimat.
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