Führung und Wertschätzung beginnen bei
den Personalkapazitäten

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Führung und Wertschätzung beginnen bei
den Personalkapazitäten

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Führung und Wertschätzung beginnen bei den Personalkapazitäten

Zum Thema Führung und Wertschätzung könnten ganze Bibliotheken gefüllt werden und dennoch klagen viele Menschen über ihre Führungskräfte: fehlendes Verständnis für die alltäglichen Probleme, wenig Transparenz bei Entscheidungen, mangelnder Informationsfluss, schlechter Kommunikationsstil, unzureichende Unterstützung, ständige Überlastung, zu viel Ego und Distanz bei gleichzeitig zu wenig Sachverstand. Die Gründe für die Unzufriedenheit sind vielfältig und die Leidensfähigkeit der Belegschaft noch groß. Doch der Arbeitsmarkt verändert sich und das Thema Unternehmenskultur gewinnt dabei immer mehr an Bedeutung. Die gelebte Führung und Wertschätzung spielen dabei zentrale Rollen:

  • Wie geht man miteinander um?
  • Welche Art der Wertschätzung wird einem wie entgegengebracht?
  • Welche Gestaltungsspielräume erhält man?
  • Wie sind die Arbeitsbedingungen?
  • Wie ernst werden die persönlichen Probleme genommen?

All das gewinnt bei der Auswahl des Arbeitsplatzes an Bedeutung und erhöht den Druck auf Unternehmen, Personalabteilungen und vor allem Führungskräfte.

Führung und Wertschätzung beginnen bei den Personalkapazitäten

Zum Thema Führung und Wertschätzung könnten ganze Bibliotheken gefüllt werden und dennoch klagen viele Menschen über ihre Führungskräfte: fehlendes Verständnis für die alltäglichen Probleme, wenig Transparenz bei Entscheidungen, mangelnder Informationsfluss, schlechter Kommunikationsstil, unzureichende Unterstützung, ständige Überlastung, zu viel Ego und Distanz bei gleichzeitig zu wenig Sachverstand. Die Gründe für die Unzufriedenheit sind vielfältig und die Leidensfähigkeit der Belegschaft noch groß. Doch der Arbeitsmarkt verändert sich und das Thema Unternehmenskultur gewinnt dabei immer mehr an Bedeutung. Die gelebte Führung und Wertschätzung spielen dabei zentrale Rollen:

  • Wie geht man miteinander um?
  • Welche Art der Wertschätzung wird einem wie entgegengebracht?
  • Welche Gestaltungsspielräume erhält man?
  • Wie sind die Arbeitsbedingungen?
  • Wie ernst werden die persönlichen Probleme genommen?

All das gewinnt bei der Auswahl des Arbeitsplatzes an Bedeutung und erhöht den Druck auf Unternehmen, Personalabteilungen und vor allem Führungskräfte.

Überlastung macht unzufrieden und mindert die Leistung

Eine zentrale Schwachstelle ist in vielen Teams die knappe Personaldecke, was zu häufiger oder teils sogar dauerhafter Überbelastung führt. Die Überstundenstatistiken belegen das. Die erwähnte Fachliteratur kann bei der Problemlösung sicherlich unterstützen. Doch oftmals sind es die einfachen, praktischen Lösungen, die den größten Hebel zur Verbesserung mit sich bringen. Eine davon ist die aktive Planung und Steuerung von Personalkapazitäten, mit der das Dilemma der Überlastung gelöst werden kann. Ein Instrument, das im Zusammenhang mit Führung und Wertschätzung viel zu selten Beachtung findet.

Führung und Wertschätzung als Problemlöser

Dabei besteht ein kausaler Zusammenhang zwischen Führung und Wertschätzung, Überlastung, Unzufriedenheit, Minderleistung und der Verschlechterung des Arbeitsklimas. Führungskräfte sind oftmals verantwortlich dafür, wie viel Arbeitsvolumen in ein Team eingesteuert wird, wie es verteilt wird und somit auch dafür, ob und wie intensiv es zu einer Über- oder Unterbelastung Einzelner oder der gesamten Gruppe kommt. Sie sind die HüterInnen der Eingangstür, durch die das Arbeitsvolumen zum Team gelangt. Das gilt sowohl für traditionell hierarchische als auch für agile Organisationsstrukturen – nur teils in abgewandelter Form.

Um bewerten zu können, welches Arbeitsvolumen angemessen ist, brauchen Führungskräfte detaillierte Kenntnis über die Kompetenzbedarfe zur erfolgreichen Bearbeitung der einzusteuernden Arbeitsaufträge sowie die vorhandenen Kompetenzprofile und Kapazitäten auf Team- und Personenebene. Nun wird vermutlich fast jede Führungskraft für sich in Anspruch nehmen, diese Kenntnis zu haben. Die Realität sieht – spätestens bei Nachfrage auf Detailebene – jedoch anders aus. Oftmals gibt es keine fundierte Personalkapazitätsplanung und schon gar nicht ein Werkzeug, das Personalkapazitäten und Kompetenzen miteinander verknüpft. Eine systematische Steuerung über Personalkapazitäten erfolgt ebenfalls sehr selten. Oftmals werden Personalkapazitäten nur abstrakt und losgelöst von Systematik diskutiert, insbesondere von Führungskräften. Das erschwert es den Teammitgliedern jedoch, ihre Herausforderungen plausibel, zahlenbasiert und leicht verständlich zu transportieren. Deshalb münden Diskussion leider zu oft in allgemeinen Floskeln wie

„Das muss gehen!“, „Das schaffst Du schon!“, „Die KundInnen brauchen es bis zum…!“ oder „Das hat schon immer irgendwie geklappt!“.

Methodische Schwäche oder Führungsthema?

Was auf den ersten Blick wie eine methodische Schwäche aussieht, ist aber in Wirklichkeit eine Schwäche von Führung und Wertschätzung. Denn beide beginnen beim Interesse der Führungskraft, den Arbeitsalltag der Teammitglieder verstehen zu wollen – und zwar konkret und nicht abstrakt – und die Herausforderungen oder Schwierigkeiten ernst zu nehmen. Wenn dem Interesse dann noch eine methodische(!) Unterstützung bei der Problemanalyse und der Problemlösung folgt, wird diese Wertschätzung noch deutlich intensiver spürbar. Die Führungskraft nimmt sich Zeit für das Teammitglied, sie setzt sich inhaltlich, fachlich und methodisch mit dessen Situation auseinander und bietet eine Unterstützung an, die gleichzeitig eine methodische Entwicklung darstellt. Sie nimmt ihre Führungsrolle wahr!

Also kein Mikromanagement, bei dem die Führungskraft überall reinredet und die Lösung selbst vorgibt, sondern eine Hilfestellung, die es der unterstützten Person ermöglicht, bei ähnlichen Problemen zukünftig eigenständig erfolgreich zu sein.

Personalkapazitäten als Führungsinstrument

Die Kapazitätsplanung und -steuerung bietet hierfür ein hervorragendes Medium, sozusagen einen Katalysator für Führung und Wertschätzung. Wenn die Führungskraft die kapazitive Situation der Teammitglieder verstehen möchte, braucht es intensive Kommunikation. Die Distanz zwischen Führungskraft und Teammitgliedern verringert sich dadurch automatisch und das wechselseitige Verständnis für die jeweiligen Herausforderungen und Zwänge, die individuellen Fähigkeiten und Arbeitsweisen sowie für die Herangehensweisen bei der Problemlösung wird transparenter.

Es entsteht eine zunehmende Offenheit und Ehrlichkeit im Miteinander, ein besseres Verständnis der Leistungsfähigkeit jeder einzelnen Person, eine konstruktivere Lösungsfindung und letztlich eine kapazitive Entlastung der Teammitglieder. Denn wenn die Führungskraft versteht, warum es eine kapazitive Entlastung braucht und alle Lösungsvarianten unzureichend sind, dann steigt bei ihr die Bereitschaft, den Zufluss an neuen Arbeitsaufträgen zu reduzieren, auch wenn dies einen Konflikt mit den eigenen Vorgesetzen hervorruft.

Strukturen schaffen und konsequent leben

Die rollierende Planung und Steuerung der Personalkapazitäten auf Personen- und Teamebene macht Überlastungs- ebenso wie Unterauslastungssituationen messbar und frühzeitig sichtbar. Die Kapazitätssituation wird regelmäßig in den jeweiligen Routinen offen angesprochen und man sucht gemeinsam nach Entlastungsmöglichkeiten. Das Teammitglied kann die eigene Situation faktenbasierter darlegen, was eine konstruktivere Diskussion ermöglicht. Die Führungskraft setzt sich ernsthafter mit der spezifischen Situation und der Person auseinander, was ein deutliches Zeichen der Wertschätzung ist.

Integrierte Führung und Wertschätzung

Führung und Wertschätzung gehen Hand in Hand einher mit einer professionellen Planung und Steuerung von Personalkapazitäten. Die Firma werte + mehr® unterstützt Unternehmen beratend und durch Seminare bei der Einführung solcher Systematiken und Strukturen. Dabei wird der Fokus auf die Planungs- und Steuerungsprozesse, die Organisationsstruktur sowie das Thema Führung und Wertschätzung gelegt. Einfachheit steht hierbei im Vordergrund, um eine maximale Akzeptanz im Team und bei den Führungskräften zu erreichen.

 

Es grüßt Sie unser Gast-Autor        

Dr. Sven Geelhaar

Dr. Sven Geelhaar ist Gründer und Geschäftsführer der Unternehmensberatung werte + mehr® in Konstanz, die die Themen Unternehmenskultur & Produktivität zu einem ganzheitlichen Beratungs- und Schulungsansatz verknüpft. Er arbeitete viele Jahre in unterschiedlichen Führungspositionen in der Industrie und kennt die Herausforderungen im Führungsalltag, sowohl im operativen als auch im Projektgeschäft. Für ihn stehen die Menschen stets im Mittelpunkt aller Bemühungen, um die Unternehmensziele zu erreichen. Denn sie sind der Schlüssel zum Erfolg jeder Organisation und brauchen deshalb die bestmöglichen Rahmenbedingungen.

von werte + mehr® Sven Geelhaar

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AutorIn:

Anna Becker

Anna Becker ist Treiber der Innovation im HR Bereich von BONAGO – seit ihrem Einstieg ist sie dafür bekannt, die neuesten Entwicklungen im Personalbereich vorzustellen und zu etablieren. Mittlerweile gilt sie als Expertin für Mitarbeiterbindung, Mitarbeiterbelohnung und Social Recognition. Anna Beckers favorisierte Maßnahme zur Mitarbeiterbindung ist die MitarbeiterCARD, weshalb sie ihre neuen Erkenntnisse und Ideen zur Verbesserung stets an die Kollegen weitergibt. Ihr Wissen verbreitet sie nicht nur auf dem BONAGO-Blog, Events wie die Zukunft Personal und Business Netzwerke sind ihre zweite Heimat.