LinkedIn Personalmarketing – Alles Wissenswerte

 

Die aktuelle Lage fordert viele Unternehmen Ressourcen einzusparen oder gar gänzliche Ausgaben zu stoppen. Eine der Auswirkungen dieser Sparmaßnamen ist meist das Recruiting. Hierbei erhoffen sich die meisten Unternehmen Geld zu sparen und wenn überhaupt in aktuelle Mitarbeiter zu investieren. Diese Ruhephase vieler Firmen ist die Chance für andere Unternehmen, aus der Masse herauszustechen und sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.


Inhaltsverzeichnis

Bewerberprozess

Möglichkeiten der Stellenanzeigen

Verschiedene Konten & Möglichkeiten

Unternehmensprofil

Tipps und Tricks


Bewerberprozess

Ein gut gepflegtes LinkedIn Unternehmensprofil kann den veralteten Bewerberprozess über viele Instanzen (Bewerbung mit Anschreiben à Stellenanzeigen à Vorstellungsgespräch) wesentlich vereinfachen. Das Hauptinteresse liegt hierbei auf der medialen und mobilen Gestaltung dieser Abläufe. Bei einer solchen Bewerberreise ist LinkedIn einer von vielen Kontaktpunkten, wie auch ein Assessmentcenter oder einem Bewerbungsvideo. In online Portalen wie Xing, Kununu oder eben LinkedIn machen sich die Bewerber Ihre ersten Eindrücke über den potentiellen Arbeitgeber. Dieser wiederum stellt sich bei dieser Gelegenheit bestenfalls attraktiv dar und weist auf weitere Kontaktpunkte wie Social Media Kanäle, Messen oder virtual Meetings hin.

Eine weitere Möglichkeit zum erfolgreichen Talent Sourcing ist Steigerung der Attraktivität durch Mitarbeiterbenefits. Macht man dem potentiellen Kandidaten von Anfang an Angebote außerhalb des Festgehalts. Mit der Sachbezugsregelung, der sog. 44-EUR-Regel, oder Mitarbeiterrabatten kann sich ein Unternehmen im Arbeitsmarkt klar profilieren.


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Stellenanzeigen und Targeting

LinkedIn hat weitreichende Funktionen um neue Mitarbeiter zu rekrutieren. Wichtig hierbei ist ein genaues Targeting der Zielgruppe. Es werden unnötig Werbegelder verschwendet, wenn eine Anzeige für Vertriebsleiter bei jeglichen Bewerbergruppen geschaltet wird. In einer sogenannten Kampagne kann die Zielgruppe eingegrenzt werden. Möglichkeiten einer solchen Eingrenzung gehen von vorherigen Tätigkeitsbereichen über Hochschule, Studienfächer zu Branche oder Karrierestufe. Zwingend erforderlich ist außerdem einen Standort, eine Sprache und die Bezahlmethode.

Das Entgelt einer LinkedIn Stellenanzeige rechnet sich in zwei unterschiedlichen Prinzipien. Auf der einen Seite gibt es CPC also Cost Per Click, wobei man ein Gebot auf genau den Preis abgibt, den man für einen Klick auf den Link, bereit ist zu zahlen. Andererseits gibt es die Möglichkeit für CMP also Kosten pro Impression. Hierbei gibt das Unternehmen einen Gebot über 1000 Impressionen ab.

Zwangsläufig sollte jeder Arbeitgeber letztendlich eine gut strukturierte Landing-Page erstellen, damit die Anzeige zu möglichst viel Erfolg führt.


Verschiedene Konten und Möglichkeiten

In LinkedIn selber gibt es nicht nur ein Basis- und ein Premiumprofil sondern ein aufgeschlüsseltes Accountsystem. Je nach Bedürfnissen kann ein Nutzer, welcher sowohl ein Bewerber oder auch ein großes Unternehmen sein kann, sich ein Abonnement aussuchen. Unterschieden wird in den Premiumprofilen in folgenden Abstufungen:

  • LinkedIn Talent Insights

Hierbei können Unternehmen sich einen Überblick über den Arbeitsmarkt schaffen. Von Standortplanung über Geschäftsstrategie bis zu Personalentscheidungen. In den Talent Insights hat ein Unternehmen Zugriff auf Echtzeitdaten der Marktentwicklung. Hiermit ergeben sich vielfältige Möglichkeiten der Geschäftsoptimierung.

  • LinkedIn Jobs

Bei LinkedIn Jobs können teilweise sogar kostenlose Stellenanzeigen geschaltet werden. Je nach Menge und Häufigkeit variieren hier die Preise stark. Umso mehr Eingrenzung stattfinden soll, umso teurer werden die Tarife. Generell wird nur per Click bezahlt, die Unternehmen zahlen also eher für Ergebnisse anstatt für Impressions. LinkedIn selber wirbt mit dem Slogan „Alle 10 Sekunden gibt es eine erfolgreiche Neueinstellung.“ Sollte das stimmen, kann man davon ausgehen, dass die Jobanzeigen auf LinkedIn ihr Ziel meistens erreichen werden.

  • LinkedIn Recruiter

Der LinkedIn Recruiter ist das ultimative Upgrade bei der Bewerbersuche. Ein Unternehmen kann hier Kandidaten finden, ansprechen und verwalten. Prinzipiell ähnlich wie LinkedIn Jobs, nur für Firmen mit höherer Jobfrequenz. Wenn es sich nicht nur um 1-3 Anzeigen im Jahr, sondern um einen kontinuierlichen Prozess handelt, lohnt sich sicher der Recruiter mehr. Die Preise variieren hier klassischerweise ebenfalls abhängig von Unternehmensgröße und Vertriebspartner. Eins der vielen Upgrades zu LinkedIn Jobs ist das ausführliche Tracking und die Insights die das Unternehmen aus dem Arbeitsmarkt gewinnen kann. Außerdem hat sich der LinkedIn Recruiter durch die Integration der Firmeneigenen Bewerbermanagement-systemen bewährt.

  • LinkedIn Recruitment Marketing

Eine starke Arbeitgebermarke bringt wenig, wenn sie nicht auch gelebt und publiziert wird. Dies geschieht in LinkedIn am besten über eine Unternehmenseigene Karriereseite. Hier kann mit einer Employer Branding Strategie ein großes Interesse im Kandidatenpool geschaffen werden. Weiterführend können mit Recruitment Ads die Zielgruppen personalisiert angeworben werden. Außerdem kann im Recruitment Marketing alles sehr individualisiert werden. Durch sogenannten Sponsored Content kann sich ein Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber präsentieren und Interesse für offene Stellen generieren. Letztlich ist noch eine gut strukturierte Landingpage über den Pipeline Builder ausschlaggebend für die Wirksamkeit von Recruitment Marketing.


Unternehmensprofil

Die LinkedIn Unternehmensseite ist das Aushangschild jeder Firma. So erfahren die Mitglieder die wichtigsten Informationen über das Unternehmen, die Schule oder Ihrer Dienstleistung. Bei der Erstellung einer solchen Seite gilt „umso vollständiger desto besser“. Gleichzeitig sollte das Profil keinesfalls überladen sein. Achten Sie also auf prägnante Beschreibungen im Rahmen der Unternehmensseite.


Tipps und Tricks für erfolgreiches LinkedIn Recruitment Marketings

Der wichtigste Aspekt des LinkedIn Personalmarketing ist die Sichtbarkeit der eigenen Seite. Nur wenn Interessenten die Seite angezeigt bekommen, ist eine solche Kampagne zielführend. Gleichzeitig kommen geeignete Kandidaten meist nicht ohne Anreiz in den Bewerberprozess. Solche Kontakte müssen aktiv gesourced werden.

Durch ein Matching der passenden Keywords kann man sowohl die Reichweite, also auch den Traffic auf einer jeweiligen Anzeige erhöhen.

Ein weiterer unumgänglicher Tipp ist die Pflege des Netzwerks. Interaktion und Kommunikation mit Kunden, Partnern und Interessenten. Hierbei kann man auch innerhalb der Organisationen nach einer persönlichen

 


Autor: Anna Becker
Anna Becker ist Treiber der Innovation im HR Bereich von BONAGO – seit ihrem Einstieg ist sie dafür bekannt, die neuesten Entwicklungen im Personalbereich vorzustellen und zu etablieren. Mittlerweile gilt sie als Expertin für Mitarbeiterbindung, Mitarbeiterbelohnung und Social Recognition. Anna Beckers favorisierte Maßnahme zur Mitarbeiterbindung ist die MitarbeiterCARD, weshalb sie ihre neuen Erkenntnisse und Ideen zur Verbesserung stets an die Kollegen weitergibt. Ihr Wissen verbreitet sie nicht nur auf dem BONAGO-Blog, Events wie die Zukunft Personal und Business Netzwerke sind ihre zweite Heimat.

 

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