Social Headhunting – Mitarbeiterempfehlungen via Social Media

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Social Headhunting – Mitarbeiterempfehlungen via Social Media

Demographischer Wandel und Fachkräftemangel sind aus dem Sprachgebrauch von Personalverantwortlichen nicht mehr wegzudenken. Täglich stehen sie vor der Herausforderung, qualifiziertes Personal auf dem Arbeitsmarkt ausfindig zu machen und als Arbeitskraft zu gewinnen. Das alleinige Prinzip von „Post and Pray“, also das Ausschreiben einer Stelle und anschließendes Abwarten bis Bewerbungen eingehen, reicht nicht mehr aus. HR-Manager müssen kreativer und proaktiver beim Personalbeschaffungsprozess werden.

Um das Personal-Recruiting erfolgreich zu bewerkstelligen, müssen gezielt Alternativen identifiziert werden. Insbesondere das Empfehlungsmarketing durch aktuelle Mitarbeiter steht hoch im Kurs. Die eigenen Mitarbeiter als Headhunter einzusetzen, hat wesentliche Vorzüge. Denn es wird auch der latente Arbeitsmarkt erschlossen, das heißt die Menschen, die nicht aktiv nach einer Stelle suchen, aber tendenziell wechselbereit sind. Im Zuge dessen führen Unternehmen immer häufiger Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter Programme ein.

Entscheidet man sich dafür, die Mitarbeiter in das Recruiting mit einzubeziehen, sollten folgende Faktoren beachtet werden:

1) Employer Branding stärken. Eine klare Positionierung der Arbeitgebermarke sorgt für eine stärkere Identifikation und damit eine stärkere Bindung der Mitarbeiter. Das Vertrauen wird so bei einer Job Empfehlung weitergegeben. Erfolgreiches Employer Branding führt zu einer gesteigerten Arbeitgeberattraktivität sowie zu einer erhöhten Qualität der Bewerber.

2) Viralität nutzen. Der Großteil der Mitarbeiter ist in Sozialen Netzwerken aktiv. Je mehr Kanäle sie für die Verbreitung einer Stellenausschreibung nutzen, desto mehr Leute werden erreicht – der digitale Schneeballeffekt setzt ein.

3) Attraktives Belohnungsmanagement einführen. Loben Sie mit jeder Stellenbeschreibung eine Vermittlungsprämie aus. Um Mitarbeiter dazu anzuregen, Stellenangebote aktiv zu verbreiten, sollte ein Belohnungssystem eingesetzt werden. Dabei besitzen insbesondere Gutscheine einen höheren Erinnerungswert, was zu einer gesteigerten Mitarbeiterbindung führt.

4) Interaktion zwischen den Akteuren ermöglichen. Das System ermöglicht eine weitere Kommunikationsebene. Der Status von Empfehlungen kann von den Mitarbeitern eingesehen werden, sie können Kontakt zur Personalabteilung aufnehmen und Nachrichten empfangen.

5) Auswertungsmöglichkeiten. Die Personalabteilung kann alle strategisch relevanten Kennzahlen, wie z.B. eingehende Empfehlungen, Einstellungsquoten etc., nachvollziehen. Damit können strategische Entscheidungen abgeleitet werden, bspw. die Investition in bestimmte Recruiting-Kanäle, über die besonders viele Bewerbungen generiert werden.

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AutorIn:

Anna Becker

Anna Becker ist Treiber der Innovation im HR Bereich von BONAGO – seit ihrem Einstieg ist sie dafür bekannt, die neuesten Entwicklungen im Personalbereich vorzustellen und zu etablieren. Mittlerweile gilt sie als Expertin für Mitarbeiterbindung, Mitarbeiterbelohnung und Social Recognition. Anna Beckers favorisierte Maßnahme zur Mitarbeiterbindung ist die MitarbeiterCARD, weshalb sie ihre neuen Erkenntnisse und Ideen zur Verbesserung stets an die Kollegen weitergibt. Ihr Wissen verbreitet sie nicht nur auf dem BONAGO-Blog, Events wie die Zukunft Personal und Business Netzwerke sind ihre zweite Heimat.