Weihnachtsgeschenke für Kunden und Geschäftspartner – was Sie bei der Besteuerung beachten sollten

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Zu Weihnachten lässt man guten Geschäftspartnern und Kunden gerne eine Aufmerksamkeit in Form von Geschenken zukommen. So werden Geschäftsbeziehungen mit einer Flasche Wein, einem hübschen Geschenkkorb oder kostspieligeren Präsenten aufrecht erhalten. Doch die schöne Bescherung kann ganz schnell zu Ärger mit dem Finanzamt führen. Wir verraten Ihnen, was Sie bei der Besteuerung von Weihnachtsgeschenken beachten sollten.

Weihnachtsgeschenke an Kunden und Geschäftspartner können grundsätzlich von der Steuer abgesetzt werden. Im Sinne des Steuerrechts werden Geldgeschenke jedoch nicht als Geschenke angesehen und sind somit nicht steuerlich absetzbar. Als Geschenke können nur Sachbezüge wie eine Flasche Wein, Silberbesteck oder Gutscheine geltend gemacht werden. Der Schenkende kann ein Geschenk bis zu einem Wert von 35 EUR pro Empfänger und Wirtschaftsjahr als Betriebsausgabe versteuern (§ 4 Abs.5 Satz 1 Nr.1 EStG). Für das Finanzamt muss dabei jedoch ersichtlich sein, aus welchem Anlass, an welche Person und aus welcher Geschäftsbeziehung heraus das Geschenk überreicht wurde. Zudem sollten Geschenke auf einem separaten Konto getrennt von den sonstigen Betriebsausgaben einzeln aufgeführt werden, um etwaige Probleme mit dem Finanzamt zu vermeiden.

Auch der Beschenkte muss das erhaltene Geschenk grundsätzlich versteuern. Betrieblich veranlasste Geschenke müssen laut Steuerrecht als Betriebseinnahme angesetzt werden. Bis zu einem Wert von 10 EUR kann dies jedoch vernachlässigt werden. Denn bis zu dieser Freigrenze sieht das Steuerrecht Geschenke als geringwertige Warenproben oder Streuwerbeartikel an.

Im Fall, dass das schenkende Unternehmen eine Pauschalbesteuerung aller Geschenke mit einem pauschalen Steuersatz von 30 Prozent vorzieht, muss der Kunde oder Geschäftspartner selbst das Präsent nicht mehr versteuern (§ 37 b EStG). Der Beschenkte muss vom Unternehmen dabei über die übernommene Besteuerung benachrichtigt werden. Diese Regelung kann im Übrigen auch für Weihnachtsgeschenke an die eigenen Mitarbeitern geltend gemacht werden.

Insgesamt sollten sich Geschäftskunden und Partner gerade beim Erhalt von teureren Geschenken beim jeweiligen Unternehmen über die Versteuerung informieren. So können unangenehme Probleme mit dem Finanzamt vermieden werden.

Quelle:
Cebra


Autor: Sebastian Dieser
Seit 2013 ist Sebastian Dieser Teil von BONAGO – als Spezialist für redaktionelle Arbeit im Bereich Marketing. Zu seinen Kerngebieten gehören die Neukundengewinnung, Kundenbindung und Consumer Promotions. Als Marketing-Enthusiast ist er im ständigen Austausch mit Branchenkollegen, meist auf Messen wie der dmexco oder auf Marketing-Foren, stets auf der Suche nach dem neuesten Trend. Seine Begeisterung über etwaige Marketingtools und Incentives kann er kaum zurückhalten, sodass er schon den ein oder andere Kollegen überredet hat, seinen Lieblingsincentive – den Fotoshootinggutschein – mit ihm einzulösen.
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