12 relevante Marketing-Trends

Marketing Trends

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Mit den Trends 2017 Marketingkampagnen noch erfolgreicher gestalten

Digitalisierung und Konnektivität haben Märkte und Medien grundlegend verändert. Der „Point of Sale“ ist laut dem Zukunftsinstitut in Frankfurt a. Main zum „Point of Situation“ geworden. Er ist überall da, wo ein Kunde Online-Zugang hat und passende Informationen für seine Kaufentscheidung findet. Der Konsument sucht nicht nur selbst nach Angeboten, sondern legt auch fest, in welchem Kanal oder an welchem Touchpoint er Verbindung zu einer Marke aufnimmt. Mit Blick darauf setzt sich das Konzept der „Customer Centricity“ durch. Danach werden Marketingaktivitäten nicht mehr ausgehend von einem Produkt, sondern von Kunden und deren Bedürfnissen geplant. Geschäftsmodelle werden auf die veränderten Bedingungen zugeschnitten. Was bedeutet das für die Planung in Marketing und Vertrieb? Wir stellen 12 beachtenswerte Trends vor:

1. Content Marketing

Dass Content Marketing für den Geschäftserfolg entscheidend wird, wurde 2016 in den Fachforen umfassend diskutiert. 2017 folgt auf die Theorie auch die konkrete Praxis. Unternehmen aller Größen werden sich damit beschäftigen, Content-Strategien zu entwickeln, die potenziellen Kunden und Budgets gerecht werden. Es gilt, Inhalte zu erzeugen, die „gern gefunden“ werden, emotional ansprechen, Mehrwerte bieten und schlussendlich Leads generieren. Kreatives Storytelling ist das Handwerkszeug, um die dafür erforderliche Aufmerksamkeit zu erzielen. Entwicklungspotenzial gibt es 2017 in Hinblick auf die Messbarkeit des Erfolgs dieser Maßnahmen.

2. Personalisierung

In Zeiten, in denen Aufmerksamkeit ein kostbares Gut und der Wettbewerbsdruck hoch ist, entscheidet die Relevanz von Inhalten und Lösungen über eine erfolgreiche Neukunden-Konvertierung (Conversion-Rate). Mit personalisierter Kommunikation können Kunden nachweislich gezielter adressiert werden, zugunsten verbesserter Warenkörbe und nachhaltiger Bindung. Wo bislang oft noch die Infrastruktur zur Gewinnung und Verwertung von Kundendaten fehlte, setzt man nun auf CRM-Lösungen, welche die gesamte Reise eines Kunden bis zum tatsächlichen Kauf („Customer Journey“) mit allen Kontaktpunkten zum Unternehmen abbilden können.

3. Datengetriebenes Marketing

2017 rückt damit auch Big Data noch weiter in den Praxisfokus. Daten geben Auskunft darüber, wie Kunden sich verhalten und was sie zum Kauf bewegt. Die Datenquellen sind vielfältig wie nie: Über die mobilen Endgeräte der Verbraucher bieten sich neue Kontaktchancen im Multichannel-Marketing. Apps für den Bezahlvorgang oder im Einsatz als Kundenloyalitätsprogramm erfreuen sich wachsender Akzeptanz und eröffnen neue Wege zur direkten Interaktion mit Käufern. Auch das Internet der Dinge sowie Augmented- und Virtual Reality erweitern die Möglichkeiten, indem Anwendungen für Smart Wearables, Smart Homes und Smart Cars tatsächlich marktfähig werden.

4. Mobile First!

Mehr als die Hälfte des Traffics im Netz kommt heute von mobilen Endgeräten, daher wird die Devise „Mobile first!“ zur unternehmerischen Pflicht. Google macht Ranking-Ergebnisse künftig nicht nur davon abhängig, ob eine Webseite mobil-fähig und mobil-nutzerfreundlich ist. Es wertet auch die Qualität des bereitgestellten Contents und sanktioniert irrelevante Inhalte per Downranking. Da viele Unternehmen ihre Webseite noch nicht darauf umgestellt haben, sind Spezialisten intern und extern für Mobile und SEO nach wie vor gefragt.

5. Lokale Suche

Das mobil genutzte Internet verändert die Art, wie die Menschen Informationen im Web abrufen. Was hat das Kino in meinem Viertel heute Abend im Programm? Was zeigt der Preisvergleich zwischen Online-Shop und lokalem Händler? Welche Öffnungszeiten hat meine Arztpraxis? Und wie komme ich am schnellsten von A nach B? Suchmaschinen werden ihren Algorithmus noch weiter an diese neuen Suchgewohnheiten anpassen und künftig mehr standortbezogene Ergebnisse ausliefern. Danach müssen sich auch Mobil- und SEO-Strategien ausrichten.


Tipps für die nächste Marketingkampagne bietet der Artikel:

Mit Zugaben verbindlicher zum Kampagnenziel


6. Native Advertising

Anspruchsvolle, gut informierte und allzeit wechselbereite Kunden stellen für das Marketing eine aktuelle Herausforderung dar. Während ihres Kauferlebnisses möchten sie nicht mehr von allgemeiner, penetranter oder bedeutungsloser Werbung aufgehalten werden. Immer öfter setzen Konsumenten beispielsweise auf die Hilfe von Ad Blockern. Native Advertising bietet eine Möglichkeit, Werbung elegant-dezent in eine für den Kunden vertrauensvolle und interessante Content-Umgebung einzugliedern und auf diese Weise von Synergieeffekten zu profitieren.

7. Mobile Video

Mobile Web, Smartphone-Kameras, Social Media und maßgeschneiderte Apps haben das Kommunikations-Medium „Video“ im Nutzungsverhalten an vorderste Stelle befördert. Als von Nutzern generierter und geteilter Content, News- oder Entertainment-Beiträge oder clevere Markenbotschaften sind Videos aus den sozialen Medien nicht mehr wegzudenken. Innovative 360-Grad-Videos ermöglichen zudem ungewöhnliche Web-Reportagen oder auch authentische Einblicke in ein Unternehmen.

8. Live Content

Im Netz ergänzen Livecasts (Wortschöpfung aus „Live“ und „Broadcast“) den Bewegtbild-Trend um den Echtzeitfaktor. Der Streaming-Dienst Periscope, 2015 von Twitter aufgekauft, kombiniert die Übertragung mit Echtzeit-Interaktionen seiner Nutzer. Ein Periscope-Livecast kann in der Timeline eines Twitter-Accounts gezeigt werden, was zusätzliche Reichweite verspricht. Auch Facebook verfügt inzwischen über eine Live-Anwendung. Wurden die Streams bislang eingesetzt, um Events (Keynotes, Pressekonferenzen, Interviews) ins Netz zu übertragen, entdecken nun Marketer das Potenzial von „Live“ für ihr Content Marketing.

9. Influencer Marketing

Mit der Video-Plattform YouTube, die zum Google-Universum gehört, erhält Influencer Marketing neues Gewicht. Beliebte YouTuber bringen ihren jungen Fans und Followern im Do-it-yourself-Stil Produkte und Tipps nahe, mit denen sie selbst gute Erfahrungen gemacht haben. Konsumenten vertrauen jetzt nicht mehr nur den Empfehlungen aus dem Familien- und Freundeskreis, sondern auch denen von ihnen vertrauten Personen aus dem Internet („Everyday Web Personalities“), sofern diese authentisch sind.


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 10. Social Media

Facebook, Twitter, XING, LinkedIn, YouTube & Co. gelten bereits als allgemeine Standards, während junge Social-Media-Dienste wie Snapchat, Instagram und Whatsapp gerade vorsichtig für innovative Kampagnen getestet werden. Der Hype um die Präsenz in den sozialen Medien hat sich gelegt, etliche Unternehmen stellen ihren Nutzen fürs Marketing schon wieder infrage. Werbeformate, die sich ständig ändern und unsichere Rechtslagen sind für die Marketingstrategie im Unternehmen eine Herausforderung. Das Potenzial zur Interaktion in diesen Kanälen wird besonders von kleinen und mittleren Unternehmen nicht optimal ausgeschöpft. Große Marken nutzen sie beispielsweise als eine Möglichkeit des Beschwerdemanagements.

11. Snack Content

Mit den bei jungen Menschen so beliebten Instant-Messaging-Apps (zum Beispiel Snapchat, dessen Chatverlauf sich nach kurzer Zeit selbst löscht) wird „Snack(able) Content“ attraktiv. Solche Content-Häppchen sind einfach zu produzieren und leicht zu verdauen – ein Plus angesichts niedriger Aufmerksamkeitsspannen. Kurzvideos, Fotostorys und Gewinnspiele werden hierbei genutzt, um Markenbotschaften viral zu verbreiten oder auch weitere Plattformen eines Unternehmens zu bewerben.

Fazit: Die Loyalität des Kunden als Allzeit-Trend

Der entscheidende Trend, wie wir meinen: Unternehmen sollten alles tun, das Vertrauen ihrer Kunden zu gewinnen und zu halten. Dazu gehören emotional ansprechende Botschaften und Markenerlebnisse sowie relevante Lösungen. Je mehr die Bedürfnisse der Kunden in den Mittelpunkt gestellt werden, desto höher fällt dieser Vertrauensvorschuss aus. In hoch veränderlichen und zudem hoch vernetzten Zeiten, wo schlechte Nachrichten in kürzester Zeit verbreitet werden, gewährleisten Glaubwürdigkeit, Authentizität und Kundenorientierung den unternehmerischen Erfolg. Nicht zuletzt auch, weil überzeugte und loyale Kunden die besten Botschafter einer Marke sind.


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