Die Marketing-Trends für 2018

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Die Marketing-Trends für 2018

Mit den Trends 2018 Marketingkampagnen noch erfolgreicher gestalten

Digitalisierung und Konnektivität haben Märkte und Medien grundlegend verändert. Der „Point of Sale“ ist laut dem Zukunftsinstitut in Frankfurt a. Main zum „Point of Situation“ geworden. Er ist überall da, wo ein Kunde Online-Zugang hat und passende Informationen für seine Kaufentscheidung findet. Der Konsument sucht nicht nur selbst nach Angeboten, sondern legt auch fest, in welchem Kanal oder an welchem Touchpoint er Verbindung zu einer Marke aufnimmt. Mit Blick darauf setzt sich das Konzept der „Customer Centricity“ durch. Danach werden Marketingaktivitäten nicht mehr ausgehend von einem Produkt, sondern von Kunden und deren Bedürfnissen geplant. Geschäftsmodelle werden auf die veränderten Bedingungen zugeschnitten. Was bedeutet das für die Planung in Marketing und Vertrieb? Wir stellen beachtenswerte Trends vor:

Hände über einem Laptop

1. Content Marketing

Reine „Kauf-mich-Werbung“ kommt nicht mehr an. Dass daher Content Marketing für den Geschäftserfolg entscheidend wird, wurde 2017 in den Fachforen umfassend diskutiert. 2018 folgt auf die Theorie auch die konkrete Praxis. Unternehmen aller Größen werden sich damit beschäftigen, Content-Strategien zu entwickeln, die potenziellen Kunden und Budgets gerecht werden. Es gilt, Inhalte zu erzeugen, die „gern gefunden“ werden, emotional ansprechen, Mehrwerte bieten und schlussendlich Leads generieren. Kreatives Storytelling ist das Handwerkszeug, um die dafür erforderliche Aufmerksamkeit zu erzielen. Entwicklungspotenzial gibt es 2018 in Hinblick auf die Messbarkeit des Erfolgs dieser Maßnahmen.

2. Personalisierung

Mit dem langsamen Dahinsiechen der Einbahnkommunikation zugunsten des Dialogs ist auch die Personalisierung wichtiger geworden. Schenkt man einer Marke seine Zeit und tritt mit dieser in Kontakt, will man am besten auch persönlich angesprochen werden. Die Akzeptanz für individuelles Targeting ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Schafft es eine Firma, ihre Angebote individuell auf ihre Kunden abzustimmen, steigt deren Loyalität maßgeblich. Aber auch das reicht heute oft nicht mehr: Boni, Gewinne oder andere zusätzliche Leistungen sollen möglichst individuell sein. Wo bislang oft noch die Infrastruktur zur Gewinnung und Verwertung von Kundendaten fehlte, setzt man nun auf CRM-Lösungen, welche die gesamte Reise eines Kunden bis zum tatsächlichen Kauf („Customer Journey“) mit allen Kontaktpunkten zum Unternehmen abbilden können.

3. Künstliche Intelligenz

Das Marketing wird schon seit einer Weile von Digitalisierung und digitalen Transformationen geprägt. Ohne maschinelle Unterstützung läuft nichts mehr – gerade wenn es um sekundenschnelle Auswertung von Daten geht. Künstliche Intelligenz ist ein großes Zukunftsthema, denn bereits jetzt wurden Unternehmen dank u.a. Google Home, smart TV und Alexa neue Möglichkeiten geschaffen, ihre Kunden mitten in deren Alltag anzuprechen.

4. Kundenzentrierung

Kundenzentrierung ist die technologiebedingte Verschiebung der Machtverhältnisse zwischen Anbietern und Nachfragern. Die Nachfragemacht von Konsumentinnen und Konsumenten ist höher als nie zu vor. Nur wer Kunden in den Mittelpunkt stellt, kann Produkte entwickeln, die sie im Alltag wirklich unterstützen. Die Werbebotschaft baut darauf auf. Wünsche und Bedürfnisse der Kunden sind nicht der einzige Augenmerk von Kundenzentrierung, ein weiterer Hauptaugenmerk ist die Kundenbeziehung an sich. Denn oft ist diese wichtiger als das Produkt selbst und die Basis eines erfolgreichen Geschäftsmodells. Bernhard Cova hat dies auf den Punkt gebracht: „The Link is more important than the thing!“.

5. Nachhaltigkeit und Authentizität

Konsumenten wollen immer genauer wissen, woher ein Produkt kommt und unter welchen Bedingungen es produziert wurde. Der Nutzen allein ist nicht mehr das ausschlagbare Kriterium beim Kauf. Nachhaltigkeit und Authentizität werden daher immer wichtigere Faktoren in der Kommunikation. Hier ist eines der wichtigsten Kriterien authentisch und transparent zu sein.

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6. Virtual Reality

Unternehmen tun gut daran, sich mit neuen Technologien auseinanderzusetzen und zu experimentieren. Nur so können innovative Lösungen entstehen.
Der Report „Content Marketing meets Virtual Reality“ des internationalen Marktforschungsinstituts YouGov zeigt wie wichtig Virtual Reality schon heute ist. Circa jeder sechste Deutsche (16 Prozent) besitzt bereits ein Virtual-Reality-Headset oder plant, innerhalb der nächsten 12 Monate ein solches zu kaufen. Die Virtual-Reality-Anwendungen ersetzten die virtuelle Realität also die reale Umgebung – zumindest ihre visuellen Anteile.

7. Die neue Datenschutzverordnung : DSGVO

Die am 25.05.2018 in Kraft tretende Datenschutzverordnung bringt viele Neuerungen mit sich. Das wichtigste dabei – sowohl Auskunftsrechte der Kunden als auch ihr Recht auf Datenlöschung wird gestärkt. Unternehmen, die gegen die neue Verordnung verstoßen und das Management der Userdaten nicht transparent und sicher darstellen können, müssen künftig mit hohen Bußgeldern rechnen. Deshalb müssen Marketer, die mit personenbezogenen Daten arbeiten, sich die Frage stellen: Wie werden unsere Daten künftig erfasst, wie werden sie verarbeitet und gelöscht.

8. Live Content

Im Netz ergänzen Livecasts (Wortschöpfung aus „Live“ und „Broadcast“) den Bewegtbild-Trend um den Echtzeitfaktor. Der Streaming-Dienst Periscope, 2015 von Twitter aufgekauft, kombiniert die Übertragung mit Echtzeit-Interaktionen seiner Nutzer. Ein Periscope-Livecast kann in der Timeline eines Twitter-Accounts gezeigt werden, was zusätzliche Reichweite verspricht. Auch Facebook und Instagram verfügen inzwischen über eine Live-Anwendung. Wurden die Streams bislang eingesetzt, um Events (Keynotes, Pressekonferenzen, Interviews) ins Netz zu übertragen, entdecken nun Marketer das Potenzial von „Live“ für ihr Content Marketing. Denn Live-Marketing lebt von Stimmungen und Emotionen, im Gegensatz zu der „One way Botschaft“ der klassischen Werbung, die mittels Text, Ton oder Bild versucht die Zielgruppe zu beeinflussen.

9. Influencer Marketing

Gerade im Jahr 2017 hat sich das Thema Influencer Marketing rasant entwickelt. Influencer sind aus dem Werkzeugkasten der Marketer nicht mehr wegzudenken. Mit der Video-Plattform YouTube, die zum Google-Universum gehört, erhält Influencer Marketing neues Gewicht. Beliebte YouTuber bringen ihren jungen Fans und Followern im Do-it-yourself-Stil Produkte und Tipps nahe, mit denen sie selbst gute Erfahrungen gemacht haben. Konsumenten vertrauen jetzt nicht mehr nur den Empfehlungen aus dem Familien- und Freundeskreis, sondern auch denen von ihnen vertrauten Personen aus dem Internet („Everyday Web Personalities“), sofern diese authentisch sind.

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10. Social Media

Facebook, Twitter, XING, LinkedIn, YouTube & Co. gelten bereits als allgemeine Standards, während junge Social-Media-Dienste wie Snapchat, Instagram und Whatsapp gerade für innovative Kampagnen getestet werden. Der Hype um die Präsenz in den sozialen Medien hat sich gelegt und viele Unternehmen stellen ihren Nutzen fürs Marketing schon wieder infrage. Werbeformate, die sich ständig ändern und unsichere Rechtslagen sind für die Marketingstrategie im Unternehmen eine Herausforderung. Das Potenzial zur Interaktion in diesen Kanälen wird besonders von kleinen und mittleren Unternehmen nicht optimal ausgeschöpft.

11. Chatbots

Chatbots verfügen über Ein- und Ausgabemasken, über die sie in natürlicher Sprache kommunizieren. Im Grunde simulieren sie einen realen Ansprechpartner. Die Erwartung an die Reaktionsgeschwindigkeit von Marken und Unternehmen wurde, durch die beinahe ständige Verfügbarkeit des Internets, drastisch erhöht. Kunden erwarten laut Studien spätestens in zehn Minuten Antworten auf ihre Frage.
Chatbots können dabei helfen, mit einem Kunden eine Eins-zu-Eins-Interaktion zu schaffen, die unmittelbar auf die Frage eingeht. Sie geben Unternehmen die Möglichkeit, schnell mit der eigenen Zielgruppe auf eine Weise zu kommunizieren, die sich persönlich anfühlt.

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Quelle: W&V Magazin

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AutorIn:

Sebastian Dieser

Seit 2013 ist Sebastian Dieser Teil von BONAGO – als Spezialist für redaktionelle Arbeit im Bereich Marketing. Zu seinen Kerngebieten gehören die Neukundengewinnung, Kundenbindung und Consumer Promotions. Als Marketing-Enthusiast ist er im ständigen Austausch mit Branchenkollegen, meist auf Messen wie der dmexco oder auf Marketing-Foren, stets auf der Suche nach dem neuesten Trend. Seine Begeisterung über etwaige Marketingtools und Incentives kann er kaum zurückhalten, sodass er schon den ein oder andere Kollegen überredet hat, seinen Lieblingsincentive - den Fotoshootinggutschein – mit ihm einzulösen.