New Normal Work

„New Normal“ ist das Motto des Corona Zeitalters, wenn es um die Auswirkungen der Krise auf die Arbeitswelt geht. Die Corona-Krise hat von vielen Unternehmen gefordert, digitale Technologien am Arbeitsplatz zu nutzen. Plötzlich wurden Homeoffice, virtuelle Meetings und Events zur Normalität, denn es heißt: Abstand halten. Im Vergleich zu anderen Ländern wie Frankreich oder den skandinavischen Ländern wurde bislang in Deutschland an der Präsenzkultur festgehalten. Doch die aktuelle Pandemie hat bewiesen, dass es auch anders funktioniert. Viele Arbeitgeber stellten, soweit möglich, auf Homeoffice um und öffneten die Tür zu einem modernen Arbeiten. Es ist zu bedenken, dass sich nicht nur die Arbeitsweise verändert hat, sondern auch das Verhalten und die Alltagsmobilität der Mitarbeiter. Die Arbeitgeber stehen vor neuen Herausforderungen, denn durch die Pandemie entstehen viele Veränderungen, wie den Verzicht auf Geschäftsreisen oder spontaner Urlaubsreisen. So werden Unternehmen gefordert neue Wege zu finden, Ihre Mitarbeiter bei den Umstellungen zu unterstützen.

 

Was ist New Normal Work

Der Begriff New Work wurde Ende der 70er Jahre vom amerikanischen Sozialphilosophen Prof. Dr. Frithjof Bergmann entwickelt. In der deutschen Übersetzung bedeutet es „Neue Arbeit“.

„New Work“ beschäftigt sich mit der neuen Arbeitsweise in der Unternehmenswelt und stellt sich die Frage: „Wie wollen wir in Zukunft arbeiten?“. Aufgrund der Corona-Krise waren Unternehmen dazu verpflichtet neue Technologien einzuführen und den digitalen Wandel so auszubreiten, dass es möglich war, die Arbeitstätigkeit von zuhause aus durchzuführen. Hier spielen die Entwicklung neuer Technologien, die Automatisierung von Prozessen und die Vernetzung von Personen eine bedeutend große Rolle für die Erschaffung einer neuen, modernen und der Pandemie angepassten Arbeitswelt. Wichtig hierbei ist, dass Freiheit und Selbstständigkeit nicht vernachlässigt werden, denn die neue Arbeitsweise soll Raum für Kreativität und Entfaltung schaffen.

 

Wie sieht die Arbeitswelt nach Corona aus?

In Krisenzeiten wie dieser, in denen Homeoffice und Videokonferenzen große Rollen spielen, haben die meisten Unternehmen erste Eindrücke bekommen, wie das „neue Arbeiten“ der Zukunft aussehen könnte. Durch die Corona-Krise wurden viele Unternehmen auf die Probe gestellt, neue Technologien, sowie Prozesse mussten entwickelt und automatisiert werden. Die Digitalisierung schreitet stetig voran und die Arbeitswelt wird auch nach Corona nicht wieder zur alten Normalität zurückkehren können. Durch die Pandemie wurden viele Unternehmen dazu gedrängt, einen Schritt in die „Neue Arbeit“ zu wagen.

Die neue Arbeitswelt hat sich während der Pandemie weiterentwickelt, denn was vor kurzer Zeit noch undenkbar schien, ist heute Normalität. Viele Unternehmen waren gezwungen innerhalb kürzester Zeit ihre festen Büros gegen die Wohnungen Ihrer Mitarbeiter auszutauschen. Seit dem Ausbruch der Pandemie verfolgte jeder dritte Angestellte in einem Unternehmen seine Arbeit von zuhause aus. Die Arbeitnehmer haben Homeoffice nicht nur angenommen, auch die Attraktivität vom mobilen Arbeiten stieg so enorm an, dass sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber fast alle einig sind Homeoffice weiterfortzuführen. Möglicherweise entstehen hybride Arbeitsmodelle, mit flexiblen Arbeitszeiten und remote Arbeitsplätzen, während sich die Kommunikation und die gemeinsame Arbeit im Team zwischen stationär und virtuell vermischen wird. Die Pandemie trägt zudem dazu bei, dass die Vernetzung, sowie Kollaboration stetig zunimmt. Zum Beispiel sind weltweite Forschungsprojekte entstanden, die das Ziel verfolgten, einen effektiven Impfstoff zu finden. So wurden ungeahnte Potenziale entdeckt und die Vernetzung von Branchen und Teams gestärkt. Diese Erfahrungen sind bedeutsam, da auch in Zukunft Unternehmen verschiedene Herausforderungen überstehen müssen, in denen genau solche Kräfte gefragt und wichtig sind.

 

Neue Arbeitsformen für Unternehmen

New Work verfolgt das Ziel, die Bedürfnisse der Mitarbeiter in den Vordergrund zu stellen. Durch moderne Technologien, einer flexiblen Arbeitsgestaltung und neuen Arbeitsformen wird dies am besten erreicht. Denn Unternehmen verfolgen das Ziel weg von strengen Hierarchien zu kommen und hin zu Freiräumen und Verantwortung. Dabei liegt hier nicht nur der Fokus darin, Geld zu verdienen, sondern mehr der Weg zur Selbstverwirklichung. Dies erreicht man, indem man zum Beispiel in Open-Space-Büros oder 6 Stunden am Tag beziehungsweise Vier Tage in der Woche arbeitet. Um ortsunabhängiges Arbeiten zu ermöglichen, stellen Arbeitgeber Arbeitnehmern Laptops, sowie Zugriff auf das betriebseigene Netzwerk aus der Ferne zur Verfügung. Eine Möglichkeit wäre die Arbeit in Coworking Spaces zu verrichten. Coworking Spaces sind Gemeinschaftsbüros, in denen Arbeiter temporär Arbeitsplätze mieten und auf andere Kollegen treffen können. Das soll dazu führen, dass die Zusammenarbeit gefördert wird, denn: Je angenehmer die Umgebung, desto effizienter die Arbeit.

Viele Unternehmen, wie der ADAC, haben beispielsweise Desk Sharing eingeführt. Diese neue Arbeitsform verzichtet auf fest zugeteilte Arbeitsplätze und überlassen den Mitarbeitern die freie Platzwahl. Dies vereinfacht zudem die Entscheidung, ob heute von zuhause aus gearbeitet wird oder im Büro. Durch die Corona-Krise wird die Umsetzung dieses Konzeptes aufgrund derzeitigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen erschwert. Doch durch die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln an jedem Arbeitsplatz, ist diese Arbeitsform eine gute Möglichkeit, um die Flexibilität beizubehalten.

So wie der Verzicht auf feste Arbeitsplätze, kann auch der Verzicht auf feste Teams von Vorteil für Unternehmen sein. So besteht die Möglichkeit mit den unterschiedlichsten Menschen in Kontakt zu kommen, was die Lernbereitschaft und Handlungskompetenz mehr als nur fördert. Hier unterscheidet man zwischen fluiden und virtuellen Teams. Fluide Teams arbeiten im persönlichen Kontakt miteinander, während virtuelle Teams online über Cloud Services miteinander vernetzt und damit ortsunabhängig sind.

 

Bleiben Mitarbeiter im Homeoffice oder kehren Sie wieder zurück ins Büro?

Dass Büros in Zukunft komplett verschwinden werden, ist momentan noch unvorstellbar. Jedoch hat die Corona-Krise Unternehmen und Mitarbeitern gezeigt, dass Homeoffice auch eine Option sein kann. Hierbei geht es nicht nur um das ständige Arbeiten von zuhause aus, sondern darum entscheiden zu können, ob Mitarbeiter ins Büro kommen oder in der eigenen Wohnung arbeiten. So haben die Angestellten die Möglichkeit ihre Arbeitszeit flexibel einzurichten. Aus diesem Grund sollten Führungskräfte darüber nachdenken, ihren Angestellten weiterhin die Möglichkeit auf Homeoffice zu lassen und nicht zurück in die alte Präsenzkultur zu verfallen. Vorstellbar sind hybride Arbeitsmodelle aus persönlicher- und Remote-Zusammenarbeit. Dies führt zur Flexibilität und ermöglicht gleichzeitig einen engen Austausch mit anderen Teammitgliedern. Die Produktivität, sowie die Mitarbeiterzufriedenheit können dadurch gefördert werden.

Home-Office bringt viele Vorteile mit sich, wenn es richtig genutzt wird. Zum einen ist die Arbeit von zuhause aus viel familienfreundlicher und bietet die Möglichkeit Privat- und Arbeitsleben besser zu koordinieren. Zum anderen wird gleichzeitig der Umwelt Gutes getan. In der Großstadt München fahren mehr als 400.000 Berufstätige mit dem Auto zur Arbeit und schleudern ca. 3,2 Millionen Tonnen CO2 in die Luft. Wer von zuhause arbeitet spart sich also nicht nur Zeit und den Stress im Stau zu stehen, sondern verschont damit auch die Umwelt. Homeoffice erleichtert nicht nur Arbeitnehmern die Arbeit im Alltag, auch Unternehmen bietet sie viele Vorteile. Wenn ein Unternehmen seinen Mitarbeitern anbietet, die Arbeit von zuhause aus zu tätigen, können Angestellte unabhängig von ihrem Standort rekrutiert werden. Somit besteht die Möglichkeit aus einem größeren Pool an Bewerbern auszuwählen. Des Weiteren haben Arbeitgeber Kostenvorteile gegenüber stationären Büros, es wird an Energieverbrauch und Kosten für Kantinenessen gespart.

 

Wie können Unternehmen Ihre Mitarbeiter incentivieren?

Sich an die neue Normalität und Umstellung einzustellen und zu gewöhnen ist für jeden Mitarbeiter nicht einfach. Die reale Welt spielt sich überwiegend nur noch online ab und der menschliche Kontakt fehlt. Genau in solchen Krisenzeiten, bei denen sich Kollegen und Vorgesetzte kaum in präsenter Form sehen und Videokonferenzen, sowie Telefonate in digitaler Form stattfinden, ist es umso wichtiger seine Mitarbeiter anzuerkennen. Incentivierungsprogramme, wie die Einführung der MitarbeiterCARD von BONAGO ist die Lösung, seine Mitarbeiter wertzuschätzen, an sich zu binden und gleichzeitig zu motivieren. Nicht nur Arbeitnehmer haben hierdurch einen Vorteil, sondern auch die Arbeitgeber, da die MitarbeiterCARD bis zu 44 EUR monatlich (ab dem 01.01.2022 bis zu 50 EUR monatlich) steuerfrei bleibt und somit Arbeitnehmer auch langfristig ans Unternehmen gebunden werden können.

 

 

 


Autor: Anna Becker
Anna Becker ist Treiber der Innovation im HR Bereich von BONAGO – seit ihrem Einstieg ist sie dafür bekannt, die neuesten Entwicklungen im Personalbereich vorzustellen und zu etablieren. Mittlerweile gilt sie als Expertin für Mitarbeiterbindung, Mitarbeiterbelohnung und Social Recognition. Anna Beckers favorisierte Maßnahme zur Mitarbeiterbindung ist die MitarbeiterCARD, weshalb sie ihre neuen Erkenntnisse und Ideen zur Verbesserung stets an die Kollegen weitergibt. Ihr Wissen verbreitet sie nicht nur auf dem BONAGO-Blog, Events wie die Zukunft Personal und Business Netzwerke sind ihre zweite Heimat.