Steuerliche Freigrenzen bestätigt

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Steuerliche Freigrenzen bestätigt

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Das gesetzliche Prinzip bezüglich der steuerlichen Abgaben von Einkommen ist relativ einfach, denn überall wo Geld eingenommen wird, müssen Abgaben in Form von Steuern an das Finanzamt gezahlt werden. Politik und Wirtschaft diskutieren immer wieder über die steuerfreien Zuwendungen im Arbeitsumfeld. Deutsche Arbeitgeber stehen vor der Herausforderung, wie sie ihren Mitarbeitern eine Freude neben dem monatlichen Gehalt machen können, um sie gleichzeitig zu motivieren und wertzuschätzen. Die erfreuliche Nachricht: Auch das Jahr 2016 lässt Arbeitgeber aufatmen.

Sachbezugsregelung 44 EUR bestätigt

Eine Initiative des Bundesrates zur Erhöhung der Besteuerung bzw. Herabsetzung des Freibetrags wurde Ende 2014 abgelehnt. Hierin wurde eine Senkung der Grenze auf 20 EUR gefordert und gleichzeitig eine Verschärfung für die Definition des Sachbezugs für Gutscheine. Die Ablehnung des Antrags wurde damit begründet, dass eine Änderung zur mehr Aufwand und einer höheren Komplexität für die Unternehmen geführt hätte. Damit bleibt die monatliche Freigrenze auch in 2016 von 44 EUR (der steuerfreie Sachbezug wird ab dem 01.01.2022 auf 50 Euro pro Monat erhöht) pro Mitarbeiter im Rahmen der Sachbezugsregelung unverändert erhalten. Außerdem ist der Einsatz von Prämien, wie z. B. Einkaufsgutscheine oder Tankgutscheine, im Rahmen des Sachbezugs auch weiterhin möglich.

Geschenke zu persönlichen Anlässen – 60 EUR steuerfrei

Politik und Wirtschaft diskutieren immer wieder um die Höhe und Handhabung der Freigrenze für Aufmerksamkeiten im Bereich Mitarbeiter. Diese betrug bis Ende 2014 40 EUR pro Sachzuwendung und war auf persönliche Anlässe ausgerichtet. Durch die letztjährige Zustimmung des Bundesrates zu den Lohnsteueränderungsrichtlinien (LStÄR 2015) bleibt diese Kopplung an persönliche Anlässe auch für 2016 erhalten. Diese können mehrmals im Jahr stattfinden und beispielsweise im Falle eines Geburtstags, einer Hochzeit, dem Jubiläum der Firmenzugehörigkeit oder auch Geburt eines Kindes vergeben werden.

Doch es wurde nicht nur die grundsätzliche Handhabung bestätigt, sondern es tritt auch eine neue Freigrenze in Kraft, die noch mehr Spielraum für den Einsatz von Incentives und Prämien zur Mitarbeiterbindung bietet. So gilt seit dem 01.01.2015 eine Freigrenze von 60 EUR pro Zuwendung (statt bis Ende 2014 nur 40 EUR).

Mehr Spielraum für HR-Instrumente

Als Fazit der Änderungen kann man festhalten, dass auch 2016 Gutscheine unter den Sachbezug fallen und damit Regelungen für die monatlichen Zuwendungen (44 EUR) und zu persönlichen Anlässen (60 EUR) weiter Anwendung finden. In Verbindung mit weiteren Möglichkeiten, wie der Pauschalversteuerung von Mitarbeitergeschenken, ergibt sich ein großer Spielraum um Mitarbeiter zu motivieren und an das eigene Unternehmen zu binden. Diese Benefits werden von Mitarbeitern und potenziellen Bewerbern als relevante Faktoren einer attraktiven Arbeitgebermarke gesehen.

Quellen:

Haufe zur 44 EUR-Regelung

Haufe zur 60 EUR-Regelung

Beschluss über Gesetz zur Anpassung der Abgabenordnung an den Zollkodex der Union und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften

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AutorIn:

Anna Becker

Anna Becker ist Treiber der Innovation im HR Bereich von BONAGO – seit ihrem Einstieg ist sie dafür bekannt, die neuesten Entwicklungen im Personalbereich vorzustellen und zu etablieren. Mittlerweile gilt sie als Expertin für Mitarbeiterbindung, Mitarbeiterbelohnung und Social Recognition. Anna Beckers favorisierte Maßnahme zur Mitarbeiterbindung ist die MitarbeiterCARD, weshalb sie ihre neuen Erkenntnisse und Ideen zur Verbesserung stets an die Kollegen weitergibt. Ihr Wissen verbreitet sie nicht nur auf dem BONAGO-Blog, Events wie die Zukunft Personal und Business Netzwerke sind ihre zweite Heimat.