Die TOP Marketing-Trends 2020

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Das Jahr 2020 ist schon einige Wochen alt und wie in den vergangenen Jahren, haben wir wieder einige der interessantesten Marketing Trends für Sie zusammengefasst.  Festzustellen ist, dass die Digitalisierung immer wieder neue Werbemöglichkeiten für Marketer schafft, gleichzeitig die adressierte Zielgruppe aber auch einer permanenten Reizüberflutung ausgesetzt ist. Folglich ist es nicht verwunderlich, dass die Konsumenten anspruchsvoller werden und Unternehmen 2020 daher auch dem Thema Authentizität mehr Aufmerksamkeit widmen sollten.
Durch eine fragmentiertere Erreichbarkeit wird es insbesondere im Hinblick auf die Millenials und die GenZ immer stärker erforderlich auch neue Wege einzuschlagen. In diesem Zusammenhang dürfte die Bedeutung von Gaming Influencern und Twitch als Marketingplattform steigen.

Eines steht fest: Das „Marketing-Jahr“ 2020 wird spannend!
 

1. Purpose Driven Marketing

Purpose
 
Was bewirkt ein Unternehmen? Wofür existiert es, für was steht es und welche Probleme will es lösen?
Was zunächst nach einer überzogenen Frage der Existenzberechtigung klingen mag, scheint im Hinblick auf die heutige Gesellschaft und deren Bewusstsein jedoch folgerichtig. Es reicht häufig nicht mehr aus ein tolles Produkt zu haben und den Ansprüchen der Zielgruppe gerecht zu werden. Vielmehr geht es zusätzlich auch um den Kontext hierbei – konkreter: um ökologische und soziale Fragestellungen sowie die Sinnhaftigkeit selbst. Als eindrückliches Beispiel können hier die Produkte von Dove angeführt werden, deren „Zweck“ darin besteht, das Selbstvertrauen, die Akzeptanz des eigenen Körpers und das eigene Schönheitsempfinden von Frauen zu stärken.
Existiert im Unternehmen eine Grundüberzeugung, welche Wirkungen mit den eigenen Produkten und Leistungen erzielt werden sollen, verleiht ihnen das zugleich einen menschlicheren Charakter. Laut einer Kantar-Studie wachsen z.B. Marken, die ein höheres emotionales Ziel verfolgen, doppelt so stark wie jene, die es nicht tun. Es ist zu vermuten, dass dieser Trend anhalten dürfte, da bspw. zwei Drittel der befragten Millenials Marken präferierten, die einen Purpose verfolgen. Umweltschutz, ein guter Umgang mit Stakeholdern oder auch einfach ein dauerhaft kommuniziertes Unternehmensziel, sollte also in naher Zukunft bei keiner Brand mehr fehlen. Essenziell ist jedoch, dass der Zweck und das Ziel auch authentisch gelebt werden und in der Unternehmenskultur verankert sind. Ein stimmiger und glaubhafter Purpose schafft die Grundlage für eine langfristige, nachhaltige Markenentwicklung.
 

2. Interaktivität / Partizipation


 
Durch die Digitalisierung ergeben sich viele neue Customer Touch Points, die Kundennähe schaffen wie nie zuvor. Bedingt durch die Entwicklung vom reinen „User“ hin zu einem aktiven Partner, erfolgt auch eine Teilhabe bei der Gestaltung von Marken und Produkten. Eine Partizipation der Kunden im Rahmen der Customer Journey und bei der Produktentwicklung erscheint oft schwierig, doch erfolgreiche Beispiele wie Lego zeigen, dass es geht und viele Vorteile für Unternehmen birgt. Neben Innovationsimpulsen erhält man durch engagierte Kunden v.a. auch authentische und wichtige Botschafter, die den Markenwert erhöhen – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.
Eine Einbindung in das Markenerlebnis lässt sich auch über interaktive Konzepte wie Quizze, Umfragen und verstärkt Virtual- oder Augmented Reality umsetzen. Dem Thema User Generated Content dürfte in diesem Kontext künftig ebenfalls mehr Aufmerksamkeit zu widmen sein. Umfragen ergeben immer wieder, dass ein Großteil aller Menschen am stärksten auf die Empfehlungen von Familie und Freunden vertraut. Entsprechender UGCs wie bspw. Posts, die eine Brand beinhalten, sind glaubwürdiger als Ads und können von Unternehmen ebenfalls genutzt werden, um die Marke zu stärken und Teilhabe zu ermöglichen.
 

3. Social Media

Social Media
 
Social Media ist zwar auf keinen Fall ein neuer Trend wird aber immer mehr zum „Pflichtbestandteil“ des Marketings. Soziale Netzwerke und Plattformen sind integraler Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden. Doch egal wie viel Zeit wir in unseren News-Feed verbringen, die dabei aufkommende Aufmerksamkeitsspanne ist verschwindend gering. Der Wettbewerb um Attention steigt stetig und gleichzeitig die Herausforderungen im Hinblick auf die jeweiligen Algorithmen und erforderliche Einblendungen. Eine gut durchdachte Social-Media-Marketingstrategie ist daher unabdingbar und erfordert auch die Berücksichtigung der plattformabhängigen Formate und der Erreichbarkeit der Zielgruppen. Via TikTok lassen sich insbesondere jüngere Nutzer ansprechen und 2020 dürfte die Plattform in Deutschland weiter rasant wachsen und sich endgültig als Werbeplattform etablieren. Im B2B-Bereich ist die Zielgruppe u.a. auf LinkedIn zu finden, das mittlerweile viele Möglichkeiten für zielgerichtetes Marketing und die Lead-Gewinnung  bietet. Zur Vermarktung von Lifestyle-Produkten und fürs Branding eignet sich Instagram, während die Gaming-Community sich auf Twitch versammelt.
Bei allen Aktivitäten und Kampagnen, darf aber eins nicht aus den Augen verloren werden: Authentizität! Hierbei können Micro-Influencer helfen, die oftmals auch hohe Engagementraten erzielen. Ebenso hilfreich sind die von Instagram oder Snapchat bekannten „Story-Funktionen“. Kurze Videoinhalte, die nur begrenzt verfügbar sind, regen die Neugier an und wirken nicht so erzwungen wie ein offensichtlich durchstrukturierter und geplanter Feed. Abschließend bleibt festzuhalten, dass Unternehmen nicht jeden Trend und jede Plattform mitnehmen müssen. Um relevant zu bleiben und die Erreichbarkeit der eigenen Zielgruppen sicherzustellen, sollte jedoch ein Bewusstsein über die Interessen der Nutzer vorhanden sein und eine ständige Anpassungsfähigkeit im Hinblick hierauf.

 

4. Gaming Influencer & Twitch


 

Der eSports-Markt wächst weltweit und entwickelt sich immer mehr zum Mainstream, sodass sich auch lukrative Möglichkeiten für Werbetreibende ergeben. In den USA sind Influencer aus der Gaming-Branche bereits weit verbreitet und etabliert. Doch auch der deutsche Markt wächst: Prognosen zufolge werden die Umsätze im eSports bis 2023 auf 144 Mio. Euro anwachsen. Bereits heute entwickeln sich hierzulande Gaming-Influencer zu glaubhaften und einflussreichen Stars. Wer erfolgreich Millenials oder GenZ ansprechen will, wird in Zukunft eventuell nicht mehr auf sie verzichten können.
In diesem Kontext darf natürlich auch die Livestreaming-Plattform Twitch nicht ungenannt bleiben. Im vergangenen Jahr wurden 1 Milliarde Stunden Videos allein hierüber angesehen. Das Potential als Marketingkanal ist enorm, insbesondere da hier eine begeisterungsfähige und kaufkräftige Zielgruppe versammelt ist, die über andere Kanäle oftmals kaum zu erreichen ist. Die Möglichkeiten reichen von der Zusammenarbeit mit populären Streamern (die vier erfolgreichsten deutschen Twitcher hatten vergangenes Jahr jeweils mehr als 1 Million Follower) über Product-Placements, Gewinnspiele bis hin zu Display- und Video-Ads. Auch thematisch ergeben sich neue Spielräume, die explizit nicht nur auf reines Gaming begrenzt sind. Themen wie Kochen, DIY, Musik und viele weitere sind mittlerweile ebenfalls vertreten und erzielen immer größere Zuschauerzahlen. Unternehmen und Brands sollten daher die Herausforderung Twitch nicht scheuen, um ihre Produkte überzeugend und authentisch zu repräsentieren.
 

5. Podcasts


 

Podcasts gibt es bereits länger, doch bisher genossen sie relativ wenig Aufmerksamkeit im Marketing. Dies ändert sich jedoch, da das Interesse am und das Engagement auf dem Audiomarkt insgesamt wächst. Große, auch private Sendergruppen entern den Markt und bieten eigene Podcast-Angebote an. Die Zahl der Deutschen, die regelmäßig Podcasts hören steigt konstant und jährlich, sodass (je nach Studie) mittlerweile mehr als ein Fünftel hierzulande auf entsprechende Audioformate zurückgreift.
Eine gestiegene Nachfrage trifft auf ein wachsendes und qualitativ hochwertiges Angebot, das ideale Rahmenbedingungen für Marketers bietet. Während einerseits die mediale Aufmerksamkeitsspanne insgesamt zurückgeht, folgen Hörer ihren Podcasts häufig 30 Minuten gebannt und sind ihren Lieblingsformaten in großer Loyalität verbunden. Auch sind sie offen, hier mit Produkten oder Services konfrontiert zu werden – viele lassen sich sogar von ihren Podcasts inspirieren. Besonders gut funktionieren Native Ads, deren Botschaften vom Podcaster nicht abgelesen, sondern in eigenen Worten (teils auch amüsant) wiedergegeben werden.

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