Die TOP Marketing-Trends 2021

 


Das vergangene Jahr stellte aufgrund der den Alltag stark einschränkenden Pandemie für beinahe jeden eine Herausforderung dar. Genauso war die Marketing-Branche gezwungen, teilweise veränderte Schwerpunkte zu legen. Alte, profitable Vorgehensweisen wie der Besuch einer Messe oder die direkte Interaktion mit dem potenziellen Kunden gingen verloren – ein Schlag für so manches Unternehmen. Doch wer sich frühzeitig mit den neuen Gegebenheiten auseinandersetzte, konnte andere Wege der Vermarktung erkennen und trotz stagnierender Gesamtwirtschaft das Wachstum seines Unternehmens anregen. Auch 2021 werden wir wohl nicht auf einige der bewährten Marketingstrategien zurückgreifen können. Umso dringlicher ist es deshalb, sich mit aktuellsten Marketing-Trends zu beschäftigen und so erfolgreich in das neue Geschäftsjahr zu starten.

Wenig überraschend ist zentrale Bedeutung von Digital Marketing in Pandemiezeiten, doch auch andere Möglichkeiten dürfen nicht vernachlässigt werden, um einen bestmöglichen Erfolg zu verzeichnen. Im Folgenden präsentieren wir Ihnen die TOP 4 Marketing-Trends für das Jahr 2021:


Inhaltsverzeichnis

Human Experience

Social Media

Podcasts

Suchmaschinenoptimierung für die Sprachsuche

Trust us – Vertrauen in Marke stärken


Human Experience

Isolation und Einsamkeit ist für viele Kunden durch das Coronavirus Alltag geworden. Homeoffice, Beschränkungen und Vorsicht minderten im vergangenen Jahr sowie aktuell die soziale Interaktion erheblich. Ein Unternehmen wird die Wirkung eines Gesprächs mit Freunden zweifelsfrei nie ersetzten können – dennoch besteht auch hier die Möglichkeit, sich den Bedürfnissen des Kunden weiter anzupassen. Der Grundsatz „Communication is key“ findet hier direkte Anwendung. Wer weitergeht und statt dem meist unpersönlichen Emailverkehr dem Kunden durch beispielsweise Videotelefonie die Möglichkeit gibt bei Kaufberatungen mit einer Person zu sprechen, kann eher eine erfolgreiche Bindung zwischen Interessenten und Marke herstellen. Der sonst sehr professionelle Service muss also zu einem professionell-empathischen Service umstrukturiert werden.


Social Media

Marketing im Bereich Social Media ist sicherlich nicht die Entdeckung des Jahres 2021, im Gegenteil: bereits seit mehreren Jahren erlangen Firmen durch Kanäle auf diversen Plattformen deutlich größere Bekanntheit. Diese Vermarktungsmöglichkeit ist nicht mehr wegzudenken, wer sich damit nicht beschäftigt, wird früher oder später die Konsequenz tragen müssen. Doch durch die bereits erwähnte Isolation ist die Nutzung sozialer Medien in allen Altersgruppen deutlich angestiegen, das Handy ist der tägliche Begleiter. Entsprechend steigt die Relevanz des Social Media Marketings weiterhin rasant an – nahezu zum Hauptkommunikationsrohr. Die Anzahl der Kommunikationswege ist dabei schier unendlich.

Influencer

Ob Beauty, Technik oder Klamotten – für jeden Markbereich gibt es mittlerweile Kanäle. Immer mehr Firmen vermarkten hier durch gezielte Product Placements ihre Produkte und das mit Recht: Unternehmen können sich an eigens ausgesuchte Influencer wenden und haben somit maßgeblichen Einfluss auf die Zielgruppe, die letztendlich ihr Produkt präsentiert bekommt. So wenden sich Kleidungsmarken an bekannte Lifestyle- oder Beautyblogger und erreichen mit deren Reichweite direkt die Gruppe, die ein generelles Interesse an ihren Produkten hat. Noch dazu kann der oder die Influencer:in nahezu eine Vertrauensperson sein. Bewertet er/sie das Produkt als gut, vertrauen die Follower dem Vorbild und kommen der Empfehlung nach. Bisher ermöglichen Influencer ihren Followern meist über Rabattcodes Vorteile. Während die neu gewonnen Kunden somit immer einen gewissen finanziellen Aufwand haben, könnten sie durch Incentives in Form von Gutscheinen ohne weitere Verbindlichkeiten noch effektiver gebunden werden.


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TikTok

Eine verhältnismäßig junge Social Media Plattform, die bisher vielleicht nur durch Choreografien zu Liedern oder lustigen Videos bekannt ist, wandelt sich. Der Content geht mittlerweile weit darüber hinaus, man findet unter anderem auch Nachrichten, wissenschaftliche Erklärungen und prominente Personen aus der Politik. Entsprechend verändert sich auch das Nutzerprofil. Während früher vor allem 16 – 25-Jährige auf der Plattform zu finden waren, sind heute auch ältere Generationen stärker vertreten. Mittels Firmenkanälen oder auch Influencer Marketing lässt sich so die Markenbekanntheit steigern.


Podcasts

Laut einer von Goldmedia durchgeführten Studie gibt es in Deutschland derzeit etwa 10 Millionen aktive Podcasthörer, von denen mehr als 4 Millionen täglich auf die Audiomedien zugreifen. Die teils unterhaltenden, teils aber auch auf hohem wissenschaftlichem und intellektuellem Niveau informierenden Audiobeiträge verzeichnen eine Breite Zuhörerschaft. Dabei zeigen die überwiegend jungen Erwachsenen mehrheitlich eine Akzeptanz gegenüber geschalteter Werbung. Als Grund hierfür kann die oftmals hohe Qualität in Verbindung mit den vermehrt kostenfreien Zugangsmöglichkeiten gesehen werden. Wie auch auf anderen digitalen Informationskanälen zeigen sich Unterschiede bezüglich der Zuhörer von unterschiedlichen Anbieterplattformen. Während Spotify oder Apple-Podcasts eher jüngere Zuhörer hat, können in der ARD Audiothek auch Firmen mit älteren Zielgruppen ein Sprachrohr finden. Besonders erfolgreich scheinen dabei sogenannte „Host-Read-Ads“ zu sein, sprich vom Sprecher eingesprochene Werbetexte. Auch hier stellen Zuhörer oft eine Verbindung zwischen der Marke und der öffentlichen Person her – je vertrauenserweckender die Werbung gestaltet ist, desto größer der Erfolg.


Suchmaschinenoptimierung für die Sprachsuche

„Ok Google, welche Hautcreme hat nur natürliche Inhaltsstoffe?“ – so könnte eine Frage eines Voice Search Benutzers aussehen, der gerade versucht, neue Kosmetikprodukte zu finden. Auch wenn Sie sich bereits mit der Suchmaschinenoptimierung beschäftigt haben, kann es durchaus sein, dass ihr Angebot nicht sehr weit oben angezeigt wird. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Antwort auf Sprachsuchen eher kurz ist, weshalb dazu geraten wird, Inhalte beispielsweise mit FAQs zu verknüpfen, sodass die Suchmaschine schnell eine Verbindung zu ihrem Produkt herstellen kann. Entscheidend dabei ist, seine Inhalte dem Konversationsstil des Interessenten anzupassen. Aufgrund der häufigen Verwendung von W-Fragen in Sprachsuchen ist es somit ratsam, diese auch in seinen Produkttexten konkret zu nennen. Neben Fragewörtern führen auch Füllworte (wie z.B. „ich“, „für den“) zu einer hohen Übereinstimmung zwischen Suchanfrage und Ergebnis. Der oft persönliche Stil der Anfrage kann durch die Verwendung von eher umgangssprachlichen Formulierungen aus der Ich-Perspektive imitiert werden und so eine auf den potenziellen Kunden optimierte Antwort liefern. Angesichts steigender Nutzerzahlen der Sprachsuche sollte kein Unternehmen die Möglichkeit auslassen, ihre Werbetexte entsprechend der neuen Vorgaben zu aktualisieren.


Trust us – Vertrauen in Marke stärken

Eine Werbekampagne kann noch so gut geplant und umgesetzt sein, letztendlich bleibt das Produkt, das an den Verbraucher geliefert wird, entscheidend. In Krisenzeiten spielt das Vertrauen des Kunden in die Marke erfahrungsgemäß eine übergeordnete Rolle. Allgemeine Unsicherheit veranlasst die Konsumenten weniger und deutlich gezielter zu kaufen. Um trotz diesem veränderten Entscheidungsprozess weiterhin in der Auswahl des Kunden zu stehen, ist es von hoher Relevanz, das Vertrauen des Kunden in die eigene Marke zu stärken. Demnach ist es ratsam, seine Kampagnen realistisch zu gestalten. Nur wenn die Markenbotschaft und Werbung der Realität entspricht, sehen sich Kunden in ihrer Kaufentscheidung bestätigt und neigen durch das gesteigerte Vertrauensverhältnis auch im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres dazu, neue Käufe zu tätigen.


Autor: Sebastian Dieser
Seit 2013 ist Sebastian Dieser Teil von BONAGO – als Spezialist für redaktionelle Arbeit im Bereich Marketing. Zu seinen Kerngebieten gehören die Neukundengewinnung, Kundenbindung und Consumer Promotions. Als Marketing-Enthusiast ist er im ständigen Austausch mit Branchenkollegen, meist auf Messen wie der dmexco oder auf Marketing-Foren, stets auf der Suche nach dem neuesten Trend. Seine Begeisterung über etwaige Marketingtools und Incentives kann er kaum zurückhalten, sodass er schon den ein oder andere Kollegen überredet hat, seinen Lieblingsincentive – den Fotoshootinggutschein – mit ihm einzulösen.
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