Diversity Management: Vielfalt sichert wirtschaftlichen Erfolg

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Diversity Management: Vielfalt sichert wirtschaftlichen Erfolg

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In diesem Jahr feiert die „Charta der Vielfalt“ ihr Zehnjähriges – eine Initiative der Bundesregierung in Kooperation mit namhaften Konzernen. Mehr als 2.300 Organisationen, darunter fast alle DAX-Unternehmen, haben die Charta seit 2006 unterschrieben und sich der Förderung von Vielfalt, Toleranz und Wertschätzung verpflichtet. Ein wichtiges Signal, denn in Zeiten von demografischem und digitalem Wandel wird „Diversity“ künftig auch in kleineren und mittleren Unternehmen einen größeren Stellenwert bekommen:

  • 2060 werden fast doppelt so viele 70-Jährige leben, wie Kinder geboren werden. Die Einwohnerzahl Deutschlands wird voraussichtlich auf ca. 73–67 Mio. Menschen sinken.
  • Schon 2020 werden rund 40 Prozent der Beschäftigten älter als 50 Jahre sein. 2013 lag der Anteil der Personen im erwerbstätigen Alter noch bei ca. 60 Prozent. Im Jahr 2060 wird er voraussichtlich um 23–30 Prozent schrumpfen. Bis 2025 werden dem Arbeitsmarkt 6,5 Mio. Menschen weniger zur Verfügung stehen.
  • Ein immer längeres Arbeitsleben sorgt für eine größere Altersspanne zwischen Kolleginnen und Kollegen. Bis zu vier Generationen arbeiten inzwischen im gleichen Unternehmen: die „Traditionals“ (1946–1955 geboren, autoritär, diszipliniert, loyal), die „Baby-Boomer“ (1956–1965 geboren, idealistisch, team- und karriereorientiert), die „Generation X“ (1966–1980 geboren, pragmatisch, selbständig, Wunsch nach hoher Lebensqualität) sowie die „Generation Y“ (auch „Millennials“ genannt, ab 1980 geboren, Technologie-affin, werteorientiert, im Hier und Jetzt verortet).
  • Immer mehr Unternehmen aller Größen agieren, dank E-Commerce, auch international.

Vielfalt entsteht nicht nur aus dem Mix von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, Gesundheit, Herkunft, Religion, Familienstand oder Qualifikation, auch aus Wünschen, Werten und Einstellungen, die im Unternehmen zusammenkommen. Während Ältere eher den Wunsch nach finanzieller Sicherheit haben, streben Jüngere Selbstverwirklichung an und verzichten dafür auf einen linearen Karriereweg. Sie legen mehr Wert auf Work-Life-Balance und auf transparente Kommunikation. Besonders Führungskräfte sind hier gefordert: Sie sollen Vielfalt und Individualität gleichermaßen wertschätzen, effektive Zusammenarbeit ermöglichen und ein motivierendes Arbeitsumfeld für jeden Mitarbeiter bereiten. Mit der Unterschiedlichkeit der Ansprüche und Motive müssen sie umgehen können.

Die Balance finden zwischen Generationen und Haltungen

Erfolgsentscheidend wird sein, wie Unternehmen diese Entwicklungen auffangen, um Arbeitskraft und Know-how zu sichern. Wo einerseits immer mehr ältere Mitarbeiter länger im Job verbleiben und immer weniger junge nachrücken, kann wertvolles Wissen plötzlich verloren sein, wenn viele Ältere gleichzeitig in den Ruhestand gehen. Andererseits ist ein Unternehmen mit überalterter Personaldecke auch wenig attraktiv für Bewerber. Daher benötigt es eine Unternehmenskultur, deren Grundwerte ausgleichende und erfrischende Vielfalt ermöglichen, Orientierung geben und auch Freiraum für persönliche Entwicklung bieten. Ein neues Bewusstsein für Vielfalt und deren Management spielen dabei eine zentrale Rolle:

  • Arbeitgebermarke: Eine vorurteilsfreie Unternehmenskultur ist gewichtiger Faktor bei der Wahl des Arbeitsplatzes. Wertschätzung und Anerkennung führen zu höherer Motivation und mehr Engagement. Entsprechend sinkt die Fluktuationsrate und damit die Personalkosten. Auch die Öffentlichkeit honoriert pluralistisch denkende Organisationen als aufgeschlossen, modern und zukunftsfähig.
  • Nachhaltigkeit: Gemischte Teams kommen oft zu kreativeren und innovativeren Lösungen als homogene. Wer zudem Mitarbeiter mit unterschiedlichen ethnischen Hintergründen beschäftigt, hat bessere Chancen in internationalen Märkten, auch beim Recruiting, und kann auf die Herausforderungen der Märkte flexibler reagieren.
  • Kundenbeziehung: Eine heterogene Belegschaft eröffnet neue Kundensegmente, ermöglicht besseres Zielgruppen-Management und verbessert den Kundenkontakt.

Mehr Impulse, bessere Chancen

Aufgabe von Personalabteilungen wird es sein, mit optimalen Bedingungen am Arbeitsplatz die Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeitern in allen Altersstufen zu erhalten. Dazu gehören Maßnahmen im betrieblichen Gesundheitsmanagement, zur Arbeitsplatzgestaltung, zur Flexibilisierung von Arbeitszeiten und -bedingungen oder auch Angebote zur persönlichen Weiterentwicklung und zur Motivation.

Regelmäßiges Feedback hilft ihnen, die Performance in diesem Feld zu überprüfen: Wie nehmen Mitarbeiter das Unternehmen momentan wahr, wie nationale und internationale Bewerber? Was hören Serviceabteilungen von Kunden, Vertriebspartnern und Außendienst? Wo können Alt und Jung noch effektiver kooperieren? Damit diese wertvolle Information auch tatsächlich aus allen Bereichen zurückfließt, können schon kleine Incentives als Hebel wirken. Sie belohnen beispielsweise die Teilnahme an einer Umfrage oder an Maßnahmen wie Netzwerkarbeit, Fortbildungen, Fokus-Gruppen, Mentorenprogramme und Innovations-Workshops.

Zufriedene Mitarbeiter und ein offenes Miteinander strahlen auf Absatzmärkte, Bewerber, Kunden und Geschäftspartner ab. Unternehmen, die im Diversity Management ihre Chance nutzen, profitieren von vielfältigen Sichtweisen und Impulsen, die sie strategisch beweglich halten und zukunftsfähig positionieren.

Quelle: „Factbook Diversity 2016“, Charta der Vielfalt, März 2016

Zufriedene Mitarbeiter erbringen, unabhängig von Beruf oder Alter, bessere Leistungen. Für Arbeitgeber gibt es zahlreiche Möglichkeiten die Zufriedenheit mit Wertschätzung zu steigern.
Besonders Incentivierungsprogramme zur Steigerung von Mitarbeitermotivation gewinnen in der Arbeitswelt an Bedeutung. Incentivierung hat auch für Arbeitgeber einen besonderen Reiz, da diese Art der Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung entscheidende Wettbewerbsvorteile bietet. Vielfalt und Individualität gibt es auch bei dem Angebot von BONAGO. Genauso individuell wie die Mitarbeiter müssen auch die Zusatzleistungen sein. Unser Multi Flex-Ben Portal bietet 25 Benefits für jede Lebenslage. Diese können flexibel an die Bedürfnisse angepasst werden – ganz einfach und ohne Aufwand für den Arbeitgeber!

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AutorIn:

Anna Becker

Anna Becker ist Treiber der Innovation im HR Bereich von BONAGO – seit ihrem Einstieg ist sie dafür bekannt, die neuesten Entwicklungen im Personalbereich vorzustellen und zu etablieren. Mittlerweile gilt sie als Expertin für Mitarbeiterbindung, Mitarbeiterbelohnung und Social Recognition. Anna Beckers favorisierte Maßnahme zur Mitarbeiterbindung ist die MitarbeiterCARD, weshalb sie ihre neuen Erkenntnisse und Ideen zur Verbesserung stets an die Kollegen weitergibt. Ihr Wissen verbreitet sie nicht nur auf dem BONAGO-Blog, Events wie die Zukunft Personal und Business Netzwerke sind ihre zweite Heimat.