Die HR-Trends für 2019

Neues Jahr, neue Trends: 2019 stehen wieder einige Neuerungen für die Personalwelt bereit! Themen wie der demografische Wandel oder die schnell voranschreitende Digitalisierung stellen weiterhin erhebliche Herausforderungen für das Personalmanagement dar. Um die bestmöglichen Kandidaten zu rekrutieren und die Loyalität der Mitarbeiter zu steigern, ist es für Personaler essenziell mit diesen Herausforderungen umzugehen bzw. sich an diese anzupassen. Mittlerweile ist nicht nur der Kunde König, sondern auch der Bewerber und Mitarbeiter. Denn schon der erste Eindruck zählt ja schließlich auf beiden Seiten und auch der Trend, den Mitarbeitern weit mehr als nur ein angenehmes Arbeitsumfeld zur Verfügung zu stellen, nimmt stark zu. Dies wird vor allem durch aktuelle Themen wie einer stetig älter werdenden Bevölkerung und dem Fachkräftemangel weiter angetrieben. Doch was bedeutet das für die Entwicklung in der Personalstrategie? Erfahrene Personaler werden feststellen, dass einige Trends für 2019 auch in den letzten Jahren mehrfach diskutiert wurden. Allerdings besteht für diese im neuen Jahr ein dringender Handlungsbedarf.

Wir stellen 8 beachtenswerte HR-Trends für das Jahr 2019 vor:

1. Employer Branding

Der demografische Wandel führt zu einem spürbaren Fachkräftemangel. In vielen Unternehmen treten zunehmend Probleme bei der Stellenbesetzung auf. Ein professionelles Employer Branding Konzept kann diese Situation verbessern. Dabei ist Employer Branding eine intern wie extern wirksame Positionierung eines Unternehmens als glaubwürdiger und attraktiver Arbeitgeber, die darauf abzielt, die richtigen Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu binden. Das Thema Employer Branding gewinnt massiv an Bedeutung, obwohl es kein neuer Trend ist und deren Strategien in den letzten Jahren von vielen Großunternehmen eingesetzt worden sind. Jedoch konnten viele Unternehmen ihre Kreativität, bei den neuen Ideen, nicht unter Beweis stellen. Um den künftigen Erfolg zu erhöhen, sind unverzüglich neue Maßnahmen zu ergreifen.

2. Employee Experience

Hierbei handelt es sich zwar nicht um einen neuen Trend, aber die Bedeutung von Employee Experience (EX) steigt enorm. Laut einer Deloitte-Studie bewerten weltweit 42 Prozent der befragten Führungskräfte Employee Experience als sehr wichtig. Denn eine gute Employee Experience hat eine positive Auswirkung auf den Unternehmenserfolg. Je besser die Employee Experience ist, desto höher ist die Arbeitsmotivation und die Arbeitszufriedenheit eines Mitarbeiters. Viele Unternehmen sind daher gezwungen, Strukturen und Arbeitsplätze neu zu organisieren. Ein anspruchsvolles und angenehmes Arbeitsumfeld, der technologische Fortschritt innerhalb eines Unternehmens, die Unternehmenskultur und sogar die Vorstellungsgespräche beziehungsweise Onboarding-Prozesse beeinflussen die Employee Experience maßgeblich.

3. Künstliche Intelligenz

Die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung ist die Basis aller Trends in der Arbeitswelt – somit auch im HR-Bereich. Neue Wege der Kandidatenrekrutierung, wie Chatbots oder der Einsatz von Social-Media-Kanälen, werden durch die digitale Transformation des Personalwesens ermöglicht. Dabei ist es wichtig, alle Arbeitsplätze im Personalbereich auf erforderliche digitale Kenntnisse einzustellen. Beispielsweise ist das Auffinden bzw. Filtern von geeigneten Kandidaten eine sehr anspruchsvolle Aufgabe im Personalbereich. Heuer werden diese und viele andere Aufgaben insbesondere mithilfe von KI-Technologien erleichtert. Dabei sorgt die Künstliche Intelligenz für eine schnelle und effiziente Gestaltung aller Recruiting-Prozesse. Trotz all diesen technischen Entwicklungen wird die letzte Entscheidung immer noch vom Personaler getroffen.

4. Mobile Recruiting Plattformen

Ein Smartphone und noch dazu die passenden Apps – schon sind viele Abläufe im Alltag erleichtert! Auch die Personaler können sich dadurch viel Zeit und Arbeit ersparen. Anhand spezialisierter Apps wie z.B. „Truffls“ können die Stellenanzeigen in Sekundenschnelle online gestellt werden. Dadurch erhalten die Unternehmen nur wenige Stunden nach Anzeigeschaltung die ersten potentiellen Kandidaten. Das Vorgehen ist insbesondere für Stellenprofile vorteilhaft, die schwer zu ersetzen sind. Dieser Trend wird von Personalern immer mehr bevorzugt und sorgt für einen schnellen und übersichtlichen Bewerbungsprozess.

5. Active Sourcing

Auch Active Sourcing nimmt weiterhin einen wichtigen Platz in der HR-Branche ein. Dabei ist das Ziel der Recruiter „die Traummitarbeiter“ für den freien Job zu entdecken. Statt auf Bewerbungen von Jobinteressenten abzuwarten, bemühen sich immer mehr Personaler die potentiellen Kandidaten persönlich anzusprechen. Einbezogen werden insbesondere passive Kandidaten, die sich nicht auf der Stellensuche befinden. Die zukünftigen Talente werden insbesondere durch Netzwerk-Plattformen wie XING oder LinkedIn, anhand vorher festgelegter Kriterien, abgesucht. Durch eine frühzeitige Identifizierung dieser Kandidaten, verschaffen sich die Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil bei der Gewinnung qualifizierter Arbeitskräfte.

6. Onboarding neuer Mitarbeiter

Die ersten Arbeitstage an einem neuen Arbeitsplatz sind für eine langfristige Mitarbeiterbindung ausschlaggebend. Die Einstiegsphase eines Mitarbeiters ist die kritische Zeit in der Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehung. Das Ziel des Onboardings ist es, den neuen Mitarbeiter so gut wie möglich in das Unternehmen zu integrieren, um vorzeitige Kündigungen zu vermeiden. Es ist wichtig, dass er sich an seinem neuen Arbeitsplatz wohl und willkommen fühlt. Ein systematischer Einarbeitungsprozess fördert die Motivation, Zufriedenheit sowie die Leistungsfähigkeit des neuen Mitarbeiters.

7. Flexibilität am Arbeitsplatz

Um gezielt auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter einzugehen und deren individuelle Lebenssituation zu berücksichtigen, spielt die Flexibilität am Arbeitsplatz eine immer größer werdende Rolle. Flexible Arbeitszeitmodelle, mobile Arbeitsplätze aber auch gesundheitsfördernde Maßnahmen sind die aktuellsten Diskussionsthemen unter den Personalern in den Unternehmen. Dieser Trend ist vor allem wichtig, um bestehende oder zukünftige Mitarbeiter zu begeistern bzw. an das Unternehmen zu binden. Die selbständige Gestaltung der Arbeitsplätze oder die eigenverantwortliche Planung der Arbeitszeiten erhöhen mit großer Wahrscheinlichkeit die Motivation und Leistungsfähigkeit eines Mitarbeiters.

8. Chancengleichheit am Arbeitsplatz

In der modernen Welt ist das Thema Gleichberechtigung zwischen Männer und Frauen besonders wichtig. Dass beispielsweise Frauen seltener in Führungspositionen sind, ist längst bekannt. Unter Berücksichtigung der Chancengleichheit sollte sich diese Situation in den nächsten Jahren deutlich verbessern. Weitere Dimensionen wie Alter, Internationalität oder ethnische Zugehörigkeit spielen bei diesem Thema ebenfalls eine wesentliche Rolle. Künftig werden immer mehr Unternehmen darauf achten, dass alle Mitarbeiter gleiche Chancen am Arbeitsplatz erhalten, in Unabhängigkeit dieser Dimensionen. Dadurch können die Unternehmen Ihr Employer Branding aufwerten und in der Folge ein sehr positives Image schaffen.

 

Fazit

Die wohl wichtigste Aufgabe für Personaler wird es sein, sich mehr mit den Wünschen, Bedürfnissen und Fähigkeiten der Mitarbeiter vertraut zu machen. Neben einem geeigneten Arbeitsumfeld wird es auch immer entscheidender attraktive Zusatzleistungen und Incentives zu bieten, um so die Top-Arbeitskräfte zu halten und langfristig an das eigene Unternehmen zu binden.

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