Die HR-Trends 2021

Happy Team giving High Five

 

Handschlag bei Vertragsunterzeichnung, Teambuilding-Maßnahmen nach Feierabend oder persönliche Mitarbeitergespräche – unter den aktuellen Umständen schwer vorstellbar. Auch der HR-Bereich musste aufgrund der Corona-Pandemie seine bisherige Arbeitsweise überdenken. In Zeiten des Social-Distancing ist es Hauptziel der Personalabteilung, trotz der Einschränkungen die Kommunikation so persönlich wie möglich zu gestalten.

Doch auch neben Maßnahmen, die Corona-bedingt getroffen wurden, verändert sich die Personalwelt weiter. Im Folgenden finden Sie die TOP 5 HR-Trends für das Jahr 2021.


Inhaltsverzeichnis

Fokus auf Mitarbeitergesundheit

Home Office als neuer Arbeitsplatz

Neue Wege und Chancen im Recruiting-Bereich

Diversifikation von Teams

People Management, New Leadership und New Work 


Fokus auf Mitarbeitergesundheit

Das Arbeiten im Büro steht aufgrund der aktuellen Situation in Kritik – nichtsdestotrotz bleibt es in manchen Fällen unvermeidbar. Umso wichtiger ist es deshalb, den neuen Gegebenheiten mit einem Konzept zu begegnen, das den Gesundheitsschutz der Mitarbeiter gewährleisten kann. Es liegt in der Verantwortung der Führungskräfte, entsprechende Maßnahmen zu treffen und die Einhaltung dieser zu überwachen. Ihre Vorbildfunktion ist dabei nicht außer Acht zu lassen: nur in Betrieben, in denen die Regeln zur Prävention von Vorgesetzten konsequent eingehalten und kontrolliert werden, ist das Ansteckungsrisiko tatsächlich auf ein Minimum reduziert. Einige Firmen greifen, um sich noch stärker abzusichern und Risiken früh zu erkennen, auf betriebliche Corona Tests zurück. Die Firmen können dabei verschiedene Testarten verwenden: neben herkömmlichen PCR-Tests können durch Pool-Tests (Gurgeltests) die Kosten für die Absicherung deutlich gesenkt werden. So profitiert letztendlich nicht nur der Arbeitgeber, der nun besser mit seinen Mitarbeitern planen kann, sondern auch der Angestellte selbst. Die regelmäßigen Ergebnisse geben ihm Sicherheit und verhindern auch Ansteckungen im privaten Bereich. Diejenigen Firmen, für die Home Office umsetzbar ist, sollten dagegen weiterhin die Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördern. Auch im Remote-Büro lassen sich „bewegte Pausen“ realisieren. Hierfür eignen sich besonders vom Arbeitgeber bezuschusste Sport- oder Yogakurse, an denen bequem von zuhause aus teilgenommen werden kann.


Mehr Informationen zu betrieblichem Gesundheitsmanagement finden sie HIER


Home Office als neuer Arbeitsplatz

Wie bereits angeführt erzwingt die Pandemie mehr Flexibilität in Bezug auf den Arbeitsplatz. Doch nicht alle Mitarbeiter haben zuhause die entsprechenden Rahmenbedingungen, um die Effizienz aufrecht zu erhalten. Deshalb sollten Arbeitgeber hochwertige Technik zur Verfügung stellen und gegebenenfalls eine schnellere Internetverbindung subventionieren, nur so können sie im Gegenzug eine vergleichbare Performance ihrer Mitarbeiter erwarten. Diese neuen Fern- und Hybridarbeitsmodelle werden von der Mehrheit als Erfolg gewertet. In vielen Firmen wird eine ähnliche oder gar gesteigerte Effizienz festgestellt, sodass davon ausgegangen wird, dass auch bei normalisierten Verhältnissen das dezentrale Arbeiten eine größere Rolle spielen wird. Benefits wie Kantinenessen oder interne Weiterbildungsmaßnahmen können für Remote-Arbeitende ersetzt werden: Online Workshops, digitale Essensmarken oder die Obstlieferung ins Haus sind dabei nur eine Auswahl der zahlreichen Möglichkeiten.


Neue Wege und Chancen im Recruiting-Bereich

Auch der Recruiting-Bereich musste sich im vergangenen Jahr anpassen und wird viele der getroffenen Veränderungen auch im Jahr 2021 beibehalten. Die durch die Pandemie bedingte Unsicherheit veranlasste Firmen dazu, deutlich weniger neues Personal einzustellen. Dementsprechend hatten die Personaler Zeit, ihre Recruiting-Prozesse zu analysieren und bei Bedarf neu zu strukturieren. Im Vordergrund steht dabei, Abläufe zu digitalisieren. Der Interviewprozess soll kontaktlos, aber gleichzeitig äußerst kommunikativ gestaltet werden. Video-Calls ersetzten hier das face-to-face Gespräch mit dem Recruiter und auch der onboarding-Prozess findet weitestgehend digital statt. Für alle diese Schritte muss der Personalbereich neue Wege und Kanäle finden, beispielhaft Online-Systemschulungen oder kurze Kennenlernrunden mit dem neuen Team. Die Etablierung des dezentralen Arbeitens schafft aber gleichzeitig auch die Möglichkeit, Fachkräfte aus weit entfernten Regionen einzustellen und so die Qualität des Teams durch die größere Bewerberauswahl zu steigern. Neben Neueinstellungen darf bei all den Umstrukturierungsmaßnahmen das interne Recruiting nicht vernachlässigt werden. Durch Weiterbildungsmaßnahmen kann das bereits geschulte Personal auf andere Stellen vorbereitet werden und sichert so die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.


Diversifikation von Teams

Viele Unternehmen setzen in letzter Zeit verstärkt auf Diversität. Hierbei handelt es sich nicht nur um demografische Unterschiede, sondern auch Einstellung, Werte und Eigenschaften der Mitarbeiter. In bewusst divers gestalteten Gruppen treffen unterschiedliche Charaktere, Altersgruppen, Wissensstände und Lebenssituationen aufeinander. Die daraus resultierenden divergenten Meinungen und Ansätze können einen enormen Mehrwert bei der Lösung komplexer Probleme liefern. Entscheidend ist dabei anderen Meinungen mit Offenheit und Toleranz zu begegnen. Nur ein Team, das bereit ist neue Kollegen zu integrieren, kann von der Diversität profitieren. Die Kommunikationsabläufe müssen reibungslos funktionieren, um alle Gedanken und Standpunkte miteinzubeziehen. Die dabei entstehenden Innovationen, Synergien und neue Ideen sind zielführend für jegliche Organisation.


People Management, New Leadership und New Work

Beim Thema New Work müssen alte Arbeitsmuster verworfen und neue Ansätze eingebracht werden. Eine solche Veränderung bringt einige Herausforderungen mit sich, jedoch bedeutet Änderung meist Fortschritt.

Eine grundsätzliche Überarbeitung der Unternehmenswerte führt meist zu einem rasanten Anstieg der Mitarbeitermotivation. Das New Leadership kann dazu beitragen, dass neue Dinge ausprobiert werden dürfen. Auch die Experimentierfreudigkeit der Mitarbeiter darf nicht unbeachtet bleiben. Noch dazu sollte man seinen Mitarbeitern bestmöglich zur Seite stehen, damit diese auch schwierige Aufgaben meistern können. Lediglich strategische Entscheidungen zu treffen und zu sehr auf Leistungsprofilen zu beharren, ist heutzutage nicht mehr zielführend. Wie Peter Drucker schon sagte „Culture eats strategy for breakfast“, wenn eine ausgearbeitete Unternehmenskultur im Betrieb gelebt wird, ist die Strategie nicht mehrfederführend“. Ein Leitfaden oder Leitbild hilft einen Überblick über die Unternehmenswerte zu schaffen, sodass sie für alle Mitarbeiter klar ersichtlich sind. Anwendbar werden diese Unternehmenswerte beispielsweise in einem Tool für Social Recognition. EncorePeople bringt Führungsebene und Mitarbeiter näher zusammen und fördert den Austausch in so einer Wertekultur.

Im Rahmen des People Management hat PwC (PricewaterhouseCoopers) eine Studie entworfen, die das Thema Zukunft des HR bis 2025 behandelt. Wichtige Handlungsfelder werden sich in den nächsten Jahren in Richtung BigData, PeopleAnalytics und Digitales Wissen weiterentwickeln


HIER finden Sie weiterführende Informationen zu Social Recognition


Autor: Anna Becker
Anna Becker ist Treiber der Innovation im HR Bereich von BONAGO – seit ihrem Einstieg ist sie dafür bekannt, die neuesten Entwicklungen im Personalbereich vorzustellen und zu etablieren. Mittlerweile gilt sie als Expertin für Mitarbeiterbindung, Mitarbeiterbelohnung und Social Recognition. Anna Beckers favorisierte Maßnahme zur Mitarbeiterbindung ist die MitarbeiterCARD, weshalb sie ihre neuen Erkenntnisse und Ideen zur Verbesserung stets an die Kollegen weitergibt. Ihr Wissen verbreitet sie nicht nur auf dem BONAGO-Blog, Events wie die Zukunft Personal und Business Netzwerke sind ihre zweite Heimat.

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